Ein wenig Glück

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Ein Bahnübergang, eine Schranke, ein blinkendes rotes Licht und kein Zug. Drei, fünf, acht Minuten. Mary Lohan hat ihren sechsjährigen Sohn, Federico, und Juan, seinen Schulkollegen, im Auto. Sie wollen ins Kino. Ihr Auto ist das dritte in der Warteschlange. Der erste Wagen umfährt die Schranke und überquert die Gleise, der zweite ebenso. Die Kinder singen vergnügt, der Filmbeginn rückt näher und kein Zug ist in Sicht. Also los, auch sie wird es wagen. Die Schranke ist schon lange ein Ärgernis.

Zwanzig Jahre nach der Katastrophe kehrt Mary zurück in die Vergangenheit, aus der sie geflohen ist. Mit psychologischem Feingefühl schreibt die Autorin über Schuld und Sühne und die Macht mütterlicher Liebe.

Claudia Piñeiro: Ein wenig Glück, Unionsverlag, 224 Seiten, Bibliothek Lichtensteig.