Ein wandelnder Stammtisch

Ende Februar startet in Herisau die Wandelbar als Treffpunkt für Jung und Alt. Das Projekt ist aus der Zukunftswerkstatt der Stiftung Dorfbild hervorgegangen und soll das Wir-Gefühl im Dorf stärken.

Stefanie Böni
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Das Konzept für die Wandelbar stammt von Zimmermann Ueli Frischknecht – er entwarf auch die Wanderbühne Ledi für das Jubiläumsjahr der Appenzeller Kantone. (Bild: pd)

Das Konzept für die Wandelbar stammt von Zimmermann Ueli Frischknecht – er entwarf auch die Wanderbühne Ledi für das Jubiläumsjahr der Appenzeller Kantone. (Bild: pd)

HERISAU. «Die Herisauer Bevölkerung beklagt sich häufig darüber, was in Herisau nicht mehr angeboten wird», sagt Christoph Würth von der Stiftung Dorfbild Herisau. Deshalb führte die Stiftung im vergangenen Jahr eine Zukunftswerkstatt durch, an der sich die Bevölkerung beteiligen konnte. Dabei kam die Idee auf, einen Stammtisch für Herisauer einzurichten.

Auch für junge Leute

Aus der Idee eines Stammtisches entwickelte sich die Wandelbar. Dieses Projekt soll die Herisauer Bevölkerung mit regelmässigen Veranstaltungen in ihrem Gemeinschaftssinn stärken und zu Diskussionen anregen. Mit einem Vortrag, der etwa 30 Minuten dauert, werden die Gäste in aktuelle Themen eingeführt. Der Gemeinderat wird danach gemeinsam mit der Bevölkerung über diese Themen diskutieren. Ein weiteres Ziel der Wandelbar ist es, auch junge Leute anzusprechen. Zudem soll der Wechsel der Räumlichkeiten dazu beitragen, den Gästen neue Orte näherzubringen.

Erste Veranstaltungen

Der erste Anlass findet am 28. Februar um 10.30 Uhr in der Chälblihalle statt und steht unter dem Titel «Hallo Zentrum! – Brauchen wir das?» Die Präsidenten der Quartiervereine und Lesegesellschaften werden mit Kurzreferaten zum Zentrum ihre Sicht darlegen. Am 30. Mai erklärt der Fläscher Gemeindepräsident Heinz Urs Kunz im Einwohnerratssaal, warum seine Gemeinde 2010 mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet wurde. Die dritte Wandelbar ist am 12. September vorgesehen und wird einem aktuellen Thema gewidmet sein. Am 7. November wird es im Schützenhaus darum gehen, wie Gemeinden die vorhandene Kaufkraft in ländlichen Regionen nutzen können.

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