Ein Viertel mehr Straftaten in Appenzell Ausserrhoden

HERISAU. Appenzell Ausserrhoden sei im gesamtschweizerischen Vergleich ein sicherer Kanton: Diesen Schluss ziehen die Kantonspolizei und das Departement für Sicherheit und Justiz aufgrund der Polizeistatistik 2012, die sie am Mittwoch in Herisau veröffentlichten.

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Die Zahl der erfassten Straftaten kletterte in Appenzell Ausserrhoden im vergangenen Jahr um 27 Prozent nach oben auf 3188. Die Gesamtzahl der Straftaten verteilt sich auf 1534 Straffälle. Im Schweizer Durchschnitt kommen 78,9 Delikte auf 1000 Einwohner, in Appenzell Ausserrhoden lag dieser Wert 2012 bei 53 Delikten.

Starker Anstieg bei den Einbrüchen
Bei den Diebstählen war ein Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, bei den Einbruchdiebstählen gar ein exorbitanter Zuwachs von 115 Prozent. Bei den Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde ebenfalls ein Anstieg um elf Prozent auf 268 Tatbestände festgestellt. Die Aufklärungsquote liegt in Ausserrhoden bei hohen 59,4 Prozent (gesamtschweizerisch bei 26,5 Prozent).

Etwas weniger Unfälle
Im Kanton Appenzell Ausserrhoden hat die Polizei im vergangenen Jahr 465 Verkehrsunfälle bearbeitet; das sind ein Dutzend weniger als im Vorjahr. Drei Menschen verloren bei Unfällen das Leben; das sind drei mehr als im Vorjahr, was aber etwa dem langjährigen Mittel entspricht. Die Zahl der Verletzten ging 2012 um 23 zurück auf 119. Markant geringer war die Zahl der Personen, die bei einem Unfall schwer verletzt wurden. Waren es 2011 noch 40 Personen gewesen, mussten im letzten Jahr 16 Menschen (-40 Prozent) mit schweren Verletzungen in ein Spital eingeliefert werden. Die Hauptursache der Verkehrsunfälle war nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit. An zweiter Stelle liegen Verkehrsunfälle mit Wildtieren. (sda)

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