«Ein Traumteam gibt es nicht»

Nachgefragt

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Mit dem UH Red Lions Frauenfeld spielt sie Unihockey in der höchsten Schweizer Liga. Dazu studiert Nicole Fässler aus Appenzell Betriebsökonomie an der Fachhochschule St. Gallen. Die 21-jährige Unihockeyanerin spricht über Motivation, Kindheitsträume und den Umgang mit Niederlagen.

Was fasziniert Sie an Unihockey?

Ich finde toll, was man im Team alles erreichen kann. Natürlich sind Schlüsselfiguren in einem Team auch wichtig, aber am Schluss entscheidet Wille und Zusammenhalt den Match.

Wie gehen Sie mit Nieder­lagen um?

Niederlagen sind immer bitter. Die Enttäuschung ist bei mir kurz nach dem Spiel am grössten. Ich versuche in solchen Situationen, vor allem die positiven Aktionen mitzunehmen und die negativen zu verdrängen. Manchmal muss man schon am nächsten Tag wieder frisch im Kopf und bereit für ein neues Spiel sein. Dann bleibt wenig Zeit, darüber nachzudenken.

Wie viel Zeit wenden Sie fürs Training auf?

Üblicherweise trainieren wir dreimal pro Woche zwei Stunden, doch es variiert je nach Zeitpunkt. Vor der Saison steht jeweils das Sommertraining auf dem Programm. Während der Playoffs verkürzen sich unsere Trainings ein bisschen.

Fehlt Ihnen zwischendurch auch mal die Motivation fürs Training?

Das kommt vor. Sobald ich aber im Training angekommen bin, verfliegt das. Ich kann mich dann vollständig auf das Training fokussieren und Freude kommt auf.

Wie schalten Sie ab?

Ich verbringe Zeit mit Kolleginnen oder meiner Familie. An Wochenenden gehe ich auch in den Ausgang, doch vor einem Spiel ist dies Tabu.

Welches wäre Ihr Traumteam?

Ein Traumteam gibt es nicht. In der schwedischen Liga zu spielen wäre toll, dort ist Unihockey viel populärer. Das einmal zu erleben ist ein Traum jeder ambitionierten Unihockeyspielerin.

Unihockey spielen in der Nati A: Ein Kindheitstraum?

Schon als Kind besuchte ich gerne Spiele von höheren Ligen. Bereits damals wollte ich einmal oben mitmischen.

Wie sehen Ihre Zukunfts­pläne aus?

Ich bleibe sicher noch eine Saison bei Frauenfeld. Zusätzlich studiere ich noch ein weiteres Jahr. Danach steht alles offen. (ele)