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EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Südkoreaner sagen nie Nein

Zum Ende der Spiele blickt Beni Giger zurück. Die Sorge wegen des Essens war unbegründet, mit den Gewohnheiten der Südkoreaner musste er aber erst umgehen lernen.
Beni Giger
Bild: SRF/Marcus Gyger

Bild: SRF/Marcus Gyger

Nun sind die Olympischen Spiele vorbei. Eine gute Gelegenheit also, mir einige Gedanken zu machen. Ich hatte mich ein bisschen gesorgt wegen des Essens. Aber ich habe eine sehr gute und, entgegen meinen Befürchtungen, sehr abwechslungsreiche Küche kennen gelernt. Die Koreaner sind sehr freundlich. Es ist aber sehr wichtig, dass man als Gast ihre Gewohnheiten kennt und respektiert. Ein Beispiel: Ein Koreaner kann nicht nein sagen. Auf meine Fragen hat nie einer gesagt, dass etwas nicht geht. Er hat mich einfach angelächelt. Diese Gewohnheit muss man verstehen und akzeptieren. Oder die Frage anders stellen, so dass das Gegenüber sein Gesicht nicht verliert.

Ein Gruppenbild zum Abschluss: Die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea sind auch für Beni Giger und sein Team vorbei. (Bild: PD)

Ein Gruppenbild zum Abschluss: Die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea sind auch für Beni Giger und sein Team vorbei. (Bild: PD)

Ich habe auch immer wieder über das Wetter gestaunt. Von minus 28 Grad mit kaltem Wind bis plus 8 Grad ohne Wind haben wir alles erlebt. Man hat mir gesagt, dass es hier im Sommer sogar bis zu 40 Grad heiss wird. Das einzige, was ich schade fand, war, dass an den Rennen nur wenige Zuschauer zugegen waren. Es wurde toller Sport geboten und mit vielen Fans, die für gute Stimmung sorgen, ist mein Job viel einfacher.

Mir persönlich haben die Spiele viel abverlangt. Zwei Pisten zu betreuen, die eine Stunde auseinander liegen, hat mich viel Energie gekostet und wegen den Verschiebungen mussten wir häufig unsere Pläne ändern. Einmal mehr haben wir aber sehr gute Erfahrungen im Team gemacht. Unsere Arbeit perfekt zu machen, klappt nur, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Unser Team bestand aus vielen Berufsgruppen und Altersschichten. Es machte grosse Freude zu sehen, wie die Älteren ihr Wissen an die Jüngeren weiter geben und wie diese es umsetzen und versuchen, sogar noch besser zu werden.

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