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EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Südkoreaner bieten einen Service, den es auch in Schweizer Skigebieten geben sollte

48 Kameras hätte Beni Giger für die Abfahrt zur Verfügung gehabt. Hätte. Nun müssen er und sein Team zwei Rennen am gleichen Tag produzieren und die Kameras aufteilen.
Beni Giger
Bild: SRF/Marcus Gyger

Bild: SRF/Marcus Gyger

Der Wind, der Wind... Auch heute war für uns früh klar, dass kein Rennen stattfinden kann. Für uns wird die Arbeit durch diese abermalige Verschiebung nicht einfacher, sowohl morgen als auch übermorgen müssen wir auf beiden Hängen je ein Rennen produzieren.

Diese neuerliche Verschiebung gibt mir die Gelegenheit, einen Einblick in die grosse Produktion zu geben. Seit vielen Jahren zählt das Internationale Olympische Komitee auf das Know-how der SRG. In dessen Auftrag produzieren wir bereits zum fünften Mal das Weltsignal der Olympischen Skirennen. Das heisst, die Bild- und Tonsignale, die alle TV-Stationen rund um den Globus als Basis für ihre Liveübertragungen verwenden, sind von uns hergestellt. Ihre Aufgabe ist es dann zum Beispiel, die Bilder mit eigenen Kommentaren in der jeweiligen Landessprache zu versehen.

Unser Highlight sind die jeweiligen Spezialabfahrten. Geplant waren dafür 48 Kameras. Weil am Donnerstag neben der Männerabfahrt nun aber auch der Riesenslalom der Frauen stattfindet, müssen wir die Kameras auf die beiden Rennen des Tages aufteilen. Die Kameras sind sind an Kränen respektive an einer Seilbahn montiert oder tragbar und produzieren unter anderem Superslow-, Hyperslow- und Highspeedbilder. Diese werden in vier Reportagewagen zusammen gefügt und den TV-Stationen auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt. Zu unserer Ausrüstung gehören zudem sechs Materialwagen. Die Verantwortlichen der SRG übernehmen den Produktionsauftrag des IOC gerne. Sie werten dies als Anerkennung des Produktions-Knowhows und der Kompetenz der SRG. Und eine solche Produktion erlaubt es uns, immer besser zu werden. Das Geld, das die SRG dadurch einnimmt, lässt sie übrigens ins Programm in der Schweiz zurückfliessen.

Am Ende des Skitags werden in Südkorea die Ski mit einem Luftbläser getrocknet. (Bild: PD)

Am Ende des Skitags werden in Südkorea die Ski mit einem Luftbläser getrocknet. (Bild: PD)

Nun aber doch noch einen Eindruck von hier. Wer durch die Anlagen geht, kann immer wieder Neues entdecken. Faszinierend finde ich zum Beispiel die Luftbläser, die bei den Talstationen der Skilifte stehen. Damit können die Wintersportler ihre Ski und Snowboards trocknen, bevor sie sie ins Auto laden. Diesen Service könnte ich mir auch in den Schweizer Skigebieten gut vorstellen.

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