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EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Per Übersetzer auf dem Smartphone verständigen

Beni Giger kommt nicht nur mit den Skipisten in Kontakt, sondern er lernt auch die koreanische Kultur besser kennen. Derweil musste einer seiner verletzten Mitarbeiter die Heimreise antreten.
Bild: SRF/Marcus Gyger

Bild: SRF/Marcus Gyger

Wir haben mit dem ganzen Team den Technik-Hang angeschaut und getestet. Zum Glück gibt es nur kleine Probleme, zum Beispiel fehlende Leitern für die Podeste oder fehlende Geländer. Das allerdings ist nicht zu unterschätzen, denn einige Plattformen sind sechs Meter hoch. Die Geländer sind wichtig, denn die Kameraleute können nur gut arbeiten, wenn sie sich sicher fühlen.

Auf der Suche nach den Favoriten

Bei dieser Olympia-Produktion haben wir auf jedem Hang je zwei Spotter zur Verfügung. Sie gehen jeden Morgen mit einem Kameramann auf die Besichtigung und helfen ihm, die Favoriten zu finden. Das wird dieses Mal nicht einfach, denn die Athleten werden sicher fest eingepackt sein, um sich vor der Kälte zu schützen. Während des Rennens hat der Spotter am Start die Aufgabe, den Startkameramann auf die Favoriten aufmerksam zu machen. Meist sind die Top-Athleten versteckt, es ist also wichtig, dass er die Gesichter kennt. Der Spotter im Ziel muss dem Kameramann jeweils den aktuellen Dritten der Rangliste zeigen. Der Grund: Wenn einer der Fahrer auf Platz 1, 2 oder 3 fährt, verliert er seine Medaille. Für uns eine schöne, für den Fahrer leider eine sehr unschöne Emotion. Aber das gehört leider zum Sport, Sieg und Niederlage sind sehr nahe beisammen.

Sogar auf der Skipiste trifft Regisseur Beni Giger auf koreanische Wörter. (Bild: PD)

Sogar auf der Skipiste trifft Regisseur Beni Giger auf koreanische Wörter. (Bild: PD)

Drei von unseren vier Spottern waren Voluntari im vergangenen Jahr an der Ski-WM in St. Moritz. Der vierte, Peter Giger aus Ebnat-Kappel, war vor vier Jahren bereits in Sotschi und weiss, was er zu tun hat. Ein anderer Spotter hat sich mit dem Hammer den Zeigefinger verletzt und trägt jetzt eine Schiene.

Florian, der sich vor einigen Tagen die Schulter ausgerenkt hat, muss leider in die Schweiz zurückfliegen. Das MRI hat gezeigt, dass ein Teil des Knochens abgesplittert ist. Die lange Rückreise alleine anzutreten ist für ihn sicher nicht einfach. Uns wird er auch fehlen, weil jeder, der hier ist, seinen Job hat und wichtig ist.

Eine Verneigung am Skilift

Uns ist aufgefallen, wie nett alle Koreaner sind, und es ist faszinierend, mit welchem grossen Respekt sie miteinander umgehen. Beim Ein-und Aussteigen zum Skilift gibt es meist eine Verneigung. Immer wieder versuchen wir, einige Wörter auf Koreanisch zu sagen. Aber alleine «Dankeschön» zu sagen ist sehr schwierig. Zum guten Glück gibt es einen Übersetzter auf dem Smartphone. Wir können Deutsch hineinsprechen und das Gerät spricht Koreanisch. Die umgekehrte Version wird in vielen Restaurants angewendet. Es ist unglaublich, was die Technik alles kann. Aber es ist auch etwas beängstigend. Die Sprache selber zu lernen, wäre viel besser.

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