Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Meine Abmachung mit der Kenianerin

Die Abfahrtstrainings sind vorbei. Bald gilt es ernst. Beni Giger und sein Team nehmen letzte Verbesserungen und Anpassungen vor. Trotzdem bleibt noch Zeit für spezielle Begegnungen. Während der Fahrt zur Abfahrtsstrecke traf Giger auf die Fahnenträgerin des kenianischen Teams.
Beni Giger ist für das TV-Signal der olympischen Skiwettkämpfe zuständig. (Bild: SRF/Marcus Gyger)

Beni Giger ist für das TV-Signal der olympischen Skiwettkämpfe zuständig. (Bild: SRF/Marcus Gyger)

Ich bin froh, dass die Trainings heute fertig sind und es morgen mit dem Rennen losgeht und nun endlich die Emotionen kommen. Mein Team und ich probieren aus, was wir noch besser machen können. Bei der Kontrolle der Grafiken haben wir gemerkt, dass bei der Kurslänge etwas nicht stimmt. Kurz vor dem Start mussten wir das anpassen und es hat knapp pünktlich gereicht. Bei der Kamerafahrt von Bruno Kernen gab es ein Problem mit der Technik. 30 Sekunden, bevor sie gesendet werden sollte, entschieden wir, dass wir die Fahrt vom zweiten Training nehmen. Aber stimmte das Wetter? Wir meinen: ja. Und weil auf der Tribüne etwa gleich viele Zuschauer sind, können wir diesen Trick anwenden.

Eine spezielle Begegnung

Direkt nach dem Trainingslauf fahre ich wie immer noch einmal zur Abfahrtsstrecke. Karin Nussbaumer, Projektleiterin unserer Auftragsproduktion, begleitet mich, sie hat zum ersten Mal nach zehn Tagen Zeit, auf den Berg zu fahren. In der Gondel treffen wir auf eine Athletin aus Kenia. Ich versuche, sie auf Englisch anzusprechen, doch Karin meinte, dass ich es mit Deutsch versuchen kann. Und siehe - oder besser höre - da, sie antwortet in breitem Österreicher Dialekt. Sabrina Simader ist in Kenia geboren und aufgewachsen, aber früh nach Österreich gekommen. Sie erzählt mir mit funkelnden Augen, dass sie bei der Eröffnungsfeier die Fahne ihres Landes getragen hat. Ihr Trainer erzählte, wie schwierig das Training für sie sei. Ihre Unterkunft liegt weit abseits und es gebe weder Frühstück noch Abendessen. Aber beide sind top motiviert für den Riesenslalom und den Super-G. Mir sind ihre Fingernägel aufgefallen, die mit dem Wappen von Kenia und den Olympischen Ringen dekoriert sind. Wir haben abgemacht, dass sie nach ihrer Zieleinfahrt die Handschuhe auszieht und ihre Finger in die Kamera streckt. Ich hoffe, unser Kameramann Philipp kann dies den Zuschauern zu Hause zeigen. Genau solche Begegnungen und Erlebnisse machen für mich die Faszination Olympia aus.

Morgen bei der Abfahrt werden wir sehen, ob unser Team funktioniert. Ich glaube, oder besser ich weiss, dass alles klappt und daher kann ich ruhig schlafen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.