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EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Handarbeit statt Einsatz des Helikopters

Mit einer Agenda kommt man auch in Südkorea nicht durch den Zoll. SRG-Regisseur Beni Giger aus Nesslau erzählt in seinem ersten Tagebucheintrag aus Pyeongchang von einem kleinen "Zwischenfall" nach der Landung.
Beni Giger
Beni Giger, Regisseur bei der SRG. (Bild: PD)

Beni Giger, Regisseur bei der SRG. (Bild: PD)

Nach einem langen Flug – von Zürich dauerte er 12 Stunden – ist der erste Teil unseres Teams in Südkorea angekommen. Alles ist bestens gelaufen, ausser einem kleinen «Zwischenfall» am Zoll. Ich habe dem Zöllner in meiner Müdigkeit meinen Terminplaner der Raiffeisenbank gegeben. Er hat darin geblättert und gesagt, da stimme etwas nicht. «Doch, doch», antwortete ich, «er ist noch gültig.» Aber eben – ich musste dann meinen Fehler eingestehen.

Nach einer kurzen Nacht ging es um 5.30 Uhr zur Abfahrtsstrecke. Ich musste schnell alle Podeste kontrollieren, sodass wir am Nachmittag alles benötigte Material nach oben zu den Podesten fliegen konnten. Leider steht ein Teil der Podeste falsch, so muss ich morgen schauen, wo ich was ändern muss. Das hat zum Glück keine grosse Rolle gespielt, da unser Helipilot nicht eben geübt war mit Transportflügen. In der Schweiz setzen die Piloten das Material immer direkt aufs Podest, also auf 2 mal 2 Meter. Hier war der Radius 10 mal 10 Meter, und das reichte nicht. Wir haben also entschieden, alles Material zuerst einmal in den Schnee zu setzen und es mit Seilen auf die Podeste zu ziehen. Leider bedeutet dies sehr viel mehr Arbeit.

Zwei Kameraleute dringend gesucht

Nach dem Essen fuhren wir zum Riesenslalomhang. Der befindet sich eine Stunde entfernt vom Hang, wo die Speed-Disziplinen ausgetragen werden. Dort stand ebenfalls eine erste Besichtigung auf dem Programm. Mein Notizzettel war um 19 Uhr nach einem harten Tag voll beschrieben mit Änderungen. Übrigens, am Start betrug die Temperatur minus 18 Grad, dazu wehte eine sehr steife Brise. Ich mache mir jetzt schon Gedanken, wie meine Kameraleute diese Witterung fünf Stunden und mehr auf ihren Podesten aushalten. Apropos Kameraleute: Zwei sehr gute Kameraleute haben aus gesundheitlichen Gründen ihren Einsatz abgesagt. Das bedeutet, dass nun in der Schweiz intensiv nach Ersatz gesucht wird, was nicht einfach ist. Wer kann schon eine Kamera bedienen, Skifahren, in der Kälte stehen und so kurzfristig drei Wochen nach Südkorea? Ich bin gespannt auf morgen und hoffe, dass wir jemanden finden.

Beni Giger aus Nesslau ist Regisseur bei der SRG und derzeit im Einsatz an den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Dort produziert die SRG im Auftrag des IOC das Weltsignal der alpinen Skirennen. Alle TV-Sender, die die Rennen übertragen, übernehmen das von der SRG produzierte Weltsignal.Für das «Toggenburger Tagblatt» beschreibt Beni Giger seine Erfahrungen in einem Tagebuch.

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