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EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Ein Rennen für die Ewigkeit

Olympia schreibt die besten Geschichten, eine Überraschungssiegerin gehört dazu. Beni Giger und sein Team freuen sich, solche Emotionen zu zeigen.
Beni Giger
Beni Giger ist für das TV-Signal der olympischen Skiwettkämpfe zuständig. (Bild: SRF/Marcus Gyger)

Beni Giger ist für das TV-Signal der olympischen Skiwettkämpfe zuständig. (Bild: SRF/Marcus Gyger)

Den Super G der Damen werde ich sicher nie vergessen. Es beginnt damit, dass unser Kamerafahrer stürzt. Er ist schnell wieder auf den Beinen und hält die Kamera auch immer in der richtigen Richtung, aber trotzdem greifen wir beim Senden auf eine frühere Fahrt zurück.

Beni Giger und sein Team waren für die Üertragung des Super G der Damen verantwortlich. (Bild: PD)

Beni Giger und sein Team waren für die Üertragung des Super G der Damen verantwortlich. (Bild: PD)


Die erste Favoritin, Lindsey Vonn, kommt gleich mit der Startnummer 1. Sie macht kurz vor dem Ziel einen grossen Fehler. Zum Glück habe ich - ganz kurzfristig - genau dort eine Kamera mit Slowmotion installiert. Es folgt eine Fahrerin nach der andern. Die meisten haben kleine Fehler und wir können alle auflösen und zeigen. Lange führt Tina Weirather, bis Anna Veith ins Ziel kommt. Wir können mit den Bildern von Freude und Enttäuschung tolle Geschichten erzählen. Nach der Startnummer 20 dachte ich schon, dass wohl nichts mehr kommt. Aber dann kommt mit Startnummer 27 die unbekannte Tschechin Ester Ledecka. Im Ziel realisiert sie gar nicht, dass sie gewonnen hat. Ich weise unseren Kameramann, der sie im Bild hat, entsprechend an. Was dann folgt sind pure Emotionen der Siegerin, genau das, was ich mir immer wünsche. Heute hat unser Team gezeigt, was möglich ist. Zum Schluss überlege ich, ob uns heute eine Produktion ohne Fehler geglückt ist, und suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die finde ich. Schon morgen werden wir wieder alles geben.

Kurz nach dem Rennen bauen wir auf der Piste um, damit wir für die Abfahrt der Frauen bereit sind. Und schon wieder geht ein verrückter Tag zu Ende. Ich hoffe immer, dass ich hier einmal etwas zum Nachtleben erzählen kann. Aber ich bin in den letzten drei Wochen jeweils um 21 Uhr todmüde ins Bett gefallen.

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