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EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: Benis Olympia-Tagebuch: Athlet fährt beim Slalom direkt in den Airfence eines Kameramannes

Die verschobenen Rennen führen zu einem noch dichter gedrängten Zeitplan. Beni Gigers unzählige Whatsapp-Gruppen laufen heiss, bis zum Schluss nur noch die Kollegen zum Abendessen rufen.
Beni Giger
Bild: SRF/Marcus Gyger

Bild: SRF/Marcus Gyger

Wie immer ist früh Tagwache, wir fahren bereits um 6.15 Uhr im Bus in Richtung Speed-Hang. Bereits im Bus werde ich informiert, dass es wieder stark windet. Wir stellen uns darauf ein, dass der Start nach unten verschoben wird. Kaum dort angekommen, muss ich weiter zum Slalomhang, dort muss ich alle Kamerapositionen mit Fahnen markieren. Anschliessend werden alle Airfences zum Schutz der Kameraleute montiert und die Kabel zu den Kameras gezogen. Weiter geht es bis um 10 Uhr mit verschiedenen Tests. Einmal mehr wird mir bewusst, wie Kommunikation im Jahr 2018 funktioniert. Ich bin in etwa zehn verschiedenen Whats­app-Gruppen. Bei einer Rennverschiebung oder Programmänderung brummt und summt es entsprechend.

Zu Beginn des Rennens hat ein externer Dienstleister technische Probleme. Zwei Kameras laufen nicht, weil der Wind die Antennen umgeworfen hat. Die Kamera am Start mit dem langen Arm funktioniert auch nicht und im Ziel gibt es ebenfalls Probleme mit den Kameras. Die Abfahrt war auch nicht einfach, denn es gab immer wieder Stürze. Da muss ich entscheiden, ob ich den Sturz in der Wiederholung zeigen will. Den Sturz selber lieber nicht zu häufig. Aber dann, wenn der Läufer aufsteht, muss die Kamera da sein.


Sorge um den Kameramann

Beni Giger ist mit der Produktion des ersten Rennens zufrieden. (Bild: PD)

Beni Giger ist mit der Produktion des ersten Rennens zufrieden. (Bild: PD)

Der Wechsel zum Slalom war hektisch. Kurz vor der Kamerafahrt merken wir, dass eine Einspielung fehlt. Mit einem kurzen Telefonanruf können wir dieses Problem noch lösen. Beim Slalom ist ein Fahrer direkt in den Airfence eines Kameramannes gefahren. Meine grosse Sorge war, dass dem Kameramann etwas passiert sein könnte. Einen Fahrer später bekomme ich Entwarnung. Abends im Hotel lasse ich den Tag nochmals Revue passieren. Alles ging gut, für das erste Rennen. Da ruft mich ein Kameramann an und sagt, dass er mit den Ski umgefallen ist. Mal schauen, ob er morgen eingesetzt werden kann. Dann summt es wieder wegen einer Whatsapp-Gruppe. Die Kollegen rufen zum Abendessen.

Morgen findet der Damenslalom statt, und wieder ist Wind angesagt. Das weiss ich für einmal nicht dank einer Whatsapp-Gruppe, sondern weil ich mit einem Meteorologen gesprochen habe.

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