Ein Talent meldet sich zurück

DOWNHILL. Mit dem zweiten Rang in Chur beim ersten Lauf zum Downhill Cup gelang dem Ebnat-Kappler Mountainbiker Janick Lieberherr der erste Elite-Podestplatz.

Urs Huwyler
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Downhiller Janick Lieberherr gibt wieder Vollgas und meldet sich mit einem zweiten Platz beim ersten Lauf des Downhill Cups in Chur zurück. (Bild: pd)

Downhiller Janick Lieberherr gibt wieder Vollgas und meldet sich mit einem zweiten Platz beim ersten Lauf des Downhill Cups in Chur zurück. (Bild: pd)

Downhill. Während der letzten beiden Jahre wurde es ruhig um den Zweirad-Abfahrer aus Ebnat-Kappel. An der Schweizer Meisterschaft 2010 raste der in Uzwil arbeitende Automechaniker zwar auf Rang neun, trotzdem verzögerte sich der Durchbruch beim 21jährigen Weltcup- und WM-Teilnehmer seit dem altersbedingten Wechsel.

An die Spitze kämpfen

«Bei der Elite wird anders gefahren und die Konkurrenz ist viel grösser», musste Janick Lieberherr erkennen. «Es ist Knochenarbeit. Der Kampf an der Spitze wird immer härter.» Im European Cup schüttelte es das Mitglied des RMC Bütschwil mit den Rängen 16, 32 und 33 denn auch kräftig durch. «Aber die Freude habe ich nie verloren. Ich muss mich wieder wie bei den Junioren nach vorne kämpfen.»

Wichtig für das Selbstvertrauen

Umstellungen im Training scheinen sich nun positiv auszuwirken. «Der zweite Rang in Chur zeigt, dass der Weg stimmt. Das Resultat ist vor allem wichtig für das Selbstvertrauen», kann der Downhiller aus dem iXS Yeti-Team erleichtert feststellen. Einzig der italienische Vizemeister Marco Milivinti war unter den 72 Finalisten aus zwölf Nationen vier Sekunden schneller. Hinter Janick Lieberherr entschieden Zehntel und teilweise Hundertstel über die weiteren Klassierungen. Ein kleiner Fehler kann demnach wie bei den Ski-Abfahrern mehrere Positionen kosten. In zwei Wochen folgt im Diemtigtal am Wiriehorn der zweite Lauf zum Downhill Cup und die Schweizer Meisterschaft. «Für mich soll das Wochenende zum ersten Saisonhöhepunkt werden», schaut Janick Lieberherr nach vorne. «Die Schweizer Meisterschaft hat einen hohen Stellenwert und die Leistung kann sich auch auf die anschliessenden Selektionen auswirken.» Das Resultat von Chur könnte mehr als ein sportliches Lebenszeichen eines Talents sein.

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