Ein Stelldichein von Neuunternehmern

Rund vierzig neue Unternehmerinnen und Unternehmer in Innerrhoden haben sich am Donnerstag auf Einladung des Amts für Wirtschaft zu einem Frühstück getroffen. Amtsleiter Markus Walt machte klar, dass Innerrhoden kein Schlafkanton ist.

Roger Fuchs
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Landammann Daniel Fässler begrüsst Neuunternehmer und Referenten. (Bilder: rf)

Landammann Daniel Fässler begrüsst Neuunternehmer und Referenten. (Bilder: rf)

APPENZELL. Circa 220 neue Unternehmungen wurden letztes Jahr in Innerrhoden registriert. 40 Geschäftsleute dieser Firmen trafen sich gestern beim Neuunternehmer-Frühstück, dessen Zweck es gemäss Landammann und Volkswirtschaftsdirektor Daniel Fässler ist, sich zu vernetzen. Markus Walt, Leiter des Amts für Wirtschaft, beleuchtete die wirtschaftliche Seite des Kantons. Mit einer Beschäftigungsquote von 50 Prozent sei Innerrhoden kein Schlafkanton. Die Arbeitsplätze hätten sich aber im Verlauf der Jahre verlagert. Waren 1995 noch 23 Prozent davon im ersten Sektor (Landwirtschaft), so sind es heute 14 Prozent. 32 Prozent der Arbeitsplätze finden sich im 2. Sektor (Industrie), 54 Prozent im 3. Sektor (Dienstleistungen, Tourismus).

Die Werte mittragen

Angesichts der grossen Bedeutung des Tourismus für den Kanton rief Guido Buob, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AI, die Anwesenden denn auch dazu auf, die Werte des Tourismus und Regionalmarketings mitzutragen. Weitere Referate hielten Albert Manser, Präsident des Gewerbeverbandes AI, und Ruedi Eberle, Vorstandsmitglied der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell.

Die Palette der neuen Unternehmungen in Appenzell Innerrhoden ist breit. Nebst der Gastro- und Hotelbranche finden sich auch neue Firmen im handwerklichen Bereich, aus der Medizin oder Immobilienbranche.

Beispiel aus der Praxis

Dass eine neue Firma Durchhaltewillen erfordert, verdeutlichte Jungunternehmer Philipp Griesemer. 2013 gründete er eine Firma, um Hotels bei ihrer Auslastung zu unterstützen. Das Geschäft lief harzig. Immer mehr setzt er heute auf sein zweites Standbein, die Fotografie. «Man muss den Mut haben, Veränderungen zuzulassen», so sein Tip an die Neuunternehmer.

Sich vernetzen beim gemeinsamen Frühstück.

Sich vernetzen beim gemeinsamen Frühstück.

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