Ein Spiegel der Zimmermannskunst

Wasserrad Am Samstag, dem Tag des offenen Denkmals, wurde in der Säge am Hätschberg das neue Wasserrad eingeweiht, das ein junger Zimmermann gebaut hat.

Beat Lanzendorfer
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Am Tag des offenen Denkmals, Samstag, 10. September, lud Katharina Meier, Präsidentin der Museumsgesellschaft Bütschwil, in die Säge am Hätschberg. Es galt das neue Wasserrad einzuweihen. Geschaffen hat es als Prüfungsarbeit Zimmermann Patrick Huser, der für sein Werk mit einer glatten 6 belohnt worden ist. Ihm zur Seite stand «Unterstift» Manuel Alder. Nebst dem Wasserrad haben die beiden jungen Berufsleute auch das darüberliegende Dach instand gestellt. Unterstützung bekamen sie von ihrem Chef Adrian Scherrer. Er und Fritz Rutz werden die Säge, die schon um 1580 Erwähnung fand, in Zukunft zu Demonstrationszwecken betreiben.

Wenn Zähne ineinandergreifen

Um in einer Säge etwas Produktives zu schaffen, müssen Kamm- und Zahnrad ineinandergreifen. Genauso verhielt es sich mit dem Gewerbe, das sich gemeinsam für das neue Wasserrad einsetzte. Katharina Meier sprach in ihren Dankes- und Willkommensworten von einem kulturellen Bijou, bezeichnete das Werk als Spiegelbild der Zimmermannskunst und freute sich, dass in die Säge, vor Jahrhunderten geschaffen, wieder Leben einkehrt. «Der heutige Apéro soll Wertschätzung für alle sein, die zum Gelingen beigetragen haben.» Danach war es Zeit, den Kanal zu öffnen, der den Weiher mit der Säge verbindet und jenes Wasser liefert, welches das Wasserrad speist. Sekunden später begann sich das Rad, das einen Umfang von fünf Metern aufweist, zu drehen.

Führungen sind möglich

Zur Säge im Hätschberg, gelegen an der Strasse Lütisburg-Station – Mosnang, finden sich weitere Informationen auf der Website der Museumsgesellschaft Bütschwil (www.museumsgesellschaft-bu etschwil.org. An gleicher Stelle ist auch das Anmeldeformular für Demonstrationszwecke zu finden.