Ein solider Erstligist bleiben

Stand letztes Jahr bei TV Appenzell 1 noch der Ligaerhalt im Vordergrund, sind diese Saison die Ziele höher gesteckt. Das Team um Trainer Reto Valaulta ist mit vielen jungen Spielern ergänzt worden und kam gestern zum ersten Ernstkampf der Saison.

Carmen Bauer
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Der grosse Anteil junger Spieler im Team ist nicht immer von Vorteil, da diesen die Routine fehlt. (Bild: pd)

Der grosse Anteil junger Spieler im Team ist nicht immer von Vorteil, da diesen die Routine fehlt. (Bild: pd)

HANDBALL. Reto Valaulta, Trainer, und seine Mannschaft schlossen die letztjährige Saison auf dem fünften Platz ab. Damit wurde das Saisonziel, der Ligaerhalt, erreicht. Das Ende einer Saison ist immer auch der Beginn der nächsten.

Viele junge Spieler

«Die Vorbereitung auf die Saison verläuft intensiv. Die Mannschaft trainiert bis zu vier Mal pro Woche», so Reto Valaulta. Dies mit grossem Engagement. Vor allem die vielen jungen Spieler seien unerschrocken bereit, den anstrengenden Weg zu gehen. Sie seien alle sehr talentiert, doch aufgrund ihres Alters fehle ihnen noch die Routine, was sich während Matches bemerkbar machen könne. Sieben Spieler haben Jahrgang 1994 und jünger, davon sind drei Neuzugänge. Insgesamt zehn Spieler sind neu zur Mannschaft gestossen. Die Neuzugänge dienen als Ersatz für die Abgänge, welche der TV Appenzell 1 auf diese Saison hin verzeichnen musste. Martin Geisser musste die Mannschaft bereits während der letztjährigen Saison aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Dazu kamen die Abgänge von Sven Lämmler, Christian Hamm, Ramon Hörler und Fabian Neff, die den Club wechselten oder neu als Trainer fungieren, und Raphael Neff, der ganz zurücktritt.

Konzentration auf die Saison

Trotz der Veränderungen ist der Teamgeist der Mannschaft gut. «Die Spieler bringen mich immer wieder zum Staunen», so Reto Valaulta. Auch, weil sie Anweisungen schnell umsetzten. Dies zeige, dass viel Talent vorhanden sei. Trotzdem gebe es Luft nach oben. Das Team sei noch zu wenig frech, zu anständig. Valaulta möchte nicht, dass sie unfair spielen. «Doch ein gewisser Egoismus ist im Mannschaftssport nötig, um Erfolg zu haben.» Zur ersten Bewährungsprobe kam es gestern abend im Cup gegen Solothurn. Im Handball-Cup hätten Teams aus tiefen Ligen kaum Chancen, so Valaulta. Der Schwerpunkt liege deshalb auf der Saison: «Appenzell muss weiterhin in der 1. Liga spielen.» Den Grundstein dazu kann der TV Appenzell 1 beim Saisonstart am Samstag, 13. September, legen. Im Heimspiel gegen die Pfader Neuhausen um 19.19 Uhr in der Wühre.

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