Ein Snowboarder-Spielplatz

Der Ex-Snowboard-Weltmeister Markus Keller kümmerte sich am Wochenende um den Nachwuchs. Am «Red Bull Trick it with Mä» brachte er Jungen das Pisten-Tricksen bei.

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16 Snowboarder hatten am Samstag auf den Pisten von Wildhaus ihren Spass mit Ex-Weltmeister Markus Keller. (Bild: pd)

16 Snowboarder hatten am Samstag auf den Pisten von Wildhaus ihren Spass mit Ex-Weltmeister Markus Keller. (Bild: pd)

WILDHAUS. Am Samstag trafen sich auf der Warmtobel-Piste in Wildhaus 16 Jugendliche und junge Erwachsene, um zusammen mit Markus «Mä» Keller, dem Thurgauer Snowboard-Weltmeister von 2003, ihrer Leidenschaft, zu frönen. Markus Keller nahm sich einen Tag Zeit, nicht etwa um die Fähigkeiten der Teilnehmer im Park oder in der Pipe zu verbessern, sondern ihnen zu zeigen, wie sie simpel und einfach zu mehr Spass beim Pistenfahren kommen. «In unserem Sport ist eine Entwicklung beobachtbar, die ganz in die Richtung <grösser, weiter, fetter> geht», sagt Markus Keller. Überall würden noch grössere Kicker gebaut und noch krassere Tricks gestanden. «Ich bin kein grosser Fan davon, weil ich glaube, dass wir dabei die Kreativität verlieren, die das Snowboarden eigentlich ausmacht.»

Kreativität fördern

Um diese Kreativität ging es dem gebürtigen Thurgauer dann auch am Samstag beim Red Bull Trick it with Mä. Abseits vom Park, am Pistenrand oder gar auf der Piste selbst, sollten die Teilnehmer lernen, welche Möglichkeiten sie hatten, auch kleine Tricks zu springen. Der Schlüssel liege darin, das Auge für den richtigen Absprung zu entwickeln, so Baumeister Markus Keller. Und damit machte er sich mit Schaufel bepackt zusammen mit seinen fleissigen Helfern auf, um aus der Warmtobel-Piste einen kleinen Spielplatz mit mehreren kleinen, natürlichen Absprüngen zu zaubern.

Statt wie sonst meist im Fun Park, tobten sich die Snowboarder für einmal auf der Piste selbst aus. «Ich fahre die Warmtobel-Piste jedes Wochenende, habe mir aber noch nie überlegt, dass ich meine Runs hier lustiger gestalten könnte», so eine junge Teilnehmerin aus Wildhaus. Nach der Bauarbeit am Morgen ging es am Nachmittag dann darum, die Gegebenheiten der Piste und die kleinen selbst gebauten Absprünge in einem Run zu vereinen.

Piste wird zum Funpark

Spätestens da wurde der eigentliche Sinn des Anlasses klar, nämlich, dass selbst die Piste mit der nötigen Prise Kreativität zum kleinen Funpark werden kann. «Aus dem Nichts haben wir einen Run geschaffen, der so viel spassiger zu fahren ist als die Piste im Normalfall», so ein Teilnehmer. Dass am Ende der Spass im Vordergrund stand, sorgte vor allem bei Markus Keller für Zufriedenheit. «Es ist nicht einfach, Jugendliche zum Sport und so auch zum Snowboarden zu animieren. Am Berg Spass und eine abwechslungsreiche Zeit zu haben, ist mit ein paar extra Tricks aber super einfach und garantiert», zog Markus Keller sein Fazit zum Tag. (pd)