Ein sehr umfassendes Thema

Frau Räss, welche Bedeutung haben für Sie als Jodlerin die Schellen?

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Nadja Räss Intendantin Klangwelt

Nadja Räss Intendantin Klangwelt

Frau Räss, welche Bedeutung haben für Sie als Jodlerin die Schellen?

Eine ziemlich grosse, denn gerade in der Ostschweiz sind die Schellen sehr oft in Zusammenhang mit dem Jodeln im Einsatz. Beim Schelleschötte und Zaure oder auch beim Silvesterchlausen. Zweiteres ist ein Brauch, den ich seit meiner frühesten Kindheit kenne und liebe, denn mein Vater, der im Ausserrhodischen aufgewachsen ist, war selber als Silvesterchlaus unterwegs.

Was war die grösste Herausforderung bei der Realisierung der aktuellen Ausstellung?

Das Thema Schellen ist sehr umfassend und es war spannend und herausfordernd zugleich, sich diesem zu nähern und schlussendlich zu entscheiden, welche Stücke wie ausgestellt werden. Da haben wir im Ausstellungsteam oft und angeregt diskutiert, aber immer mit dem selben Ziel vor Augen, nämlich eine erlebnisreiche und informative Ausstellung zu machen.

Gibt es ein Exponat, das Ihnen speziell am Herzen liegt?

Oh, da gibt es viele! Ein Stück aus der Innerschweiz trägt zum Beispiel die Initialen meines Grossvaters mütterlicherseits, dies weckt natürlich Kindheitserinnerungen. Dann hat es mehrere Schellen mit wunderschönen Riemen, welche nur schon optisch wahre Prunkstücke sind. Aber das, was mich am meisten fasziniert, sind die verschiedenen Klänge, welche man auf dem Schellenparcours sogar selber ausprobieren kann. (adi)

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