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Ein Pavillon mit Ausstrahlung

Das evangelische Kirchenzentrum soll für rund 2,8 Millionen Franken umgebaut werden. Mit dem Pavillonanbau würde die Region einen öffentlichen Mehrzweckraum erhalten. Das letzte Wort haben die Kirchbürger am 20. März.
Roland Lieberherr
Blick vom Schulhaus Linden auf das Kirchenzentrum samt Pavillonanbau und neugestaltetem Aussenareal.

Blick vom Schulhaus Linden auf das Kirchenzentrum samt Pavillonanbau und neugestaltetem Aussenareal.

EBNAT-KAPPEL. Nachdem die Kirchbürger im letzten Frühjahr den Projektierungskredit für den Um- und Neubau des Kirchenzentrums bewilligt hatten, arbeiteten Architekten, Fachplaner sowie die Baukommission der Kirchgemeinde die Details zum Bauvorhaben aus. Während des Prozesses wurde den Anforderungen, die für ein öffentliches Gebäude notwendig sind, ebenso Rechnung getragen wie dem Blick auf die Gesamtkosten. Die sparsame Beschränkung auf das wirklich Nötige dominierte letztlich die Entscheide bis zum fertigen Bauprojekt. Dieses umfasst den Umbau und die Sanierung des Pfarrhauses, den An- und Neubau eines Pavillons sowie die Neugestaltung des Aussenbereichs.

Mehrzweckraum fürs Dorf

Vor allem die Umsetzung der Brandschutzvorschriften sowie die Vorgaben für behindertengerechtes Bauen erfordern einige Eingriffe im Pfarrhaus. Konkret wird das Gebäude behindertengerecht erschlossen und mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet werden. Das Sekretariat erhält einen gastfreundlichen Empfang, angrenzend sind ein grosszügiges Foyer sowie eine Küche vorgesehen. Die WC-Anlagen sind neu im Untergeschoss untergebracht, die dank eines einfachen Lifts (vom UG bis 1. OG) für jedermann zugänglich sind. In den Obergeschossen des Gebäudes fallen lediglich minimale Eingriffe an. Die bisherigen Fenster, Decken, Wände und Türen werden nicht erneuert. Am augenfälligsten ist der Pavillonanbau, der mit dem Pfarrhaus verbunden ist und als öffentlicher Mehrzweckraum dient. Der unterkellerte Pavillon besteht an der Oberfläche aus Holzbauelementen, ist nach Minergie-Standard konstruiert und erhält aussen ein Schindelkleid. Die Fenster werden mit einem Sonnenschutz ausgestattet. Das Aussenareal des Kirchenzentrums wird zu einem öffentlichen Park umgestaltet, der zum Verweilen einlädt. Sitzgelegenheiten, Hochstammbäume sowie der bisherige Trinkbrunnen sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Zudem werden vier neue Parkplätze und eine Velostation geschaffen.

Nach allen Detailabklärungen liegt nun ein präziser Kostenvoranschlag vor. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf insgesamt 2,8 Millionen Franken (inklusive Mehrwertsteuer und Reserve). «Vor allem das behindertengerechte Bauen, die Energiesparmassnahmen und die gute Nutzbarkeit der Aussenflächen führten zu leicht höheren Gesamtkosten», erklärt Hans Looser, Präsident der Kirchenvorsteherschaft (KIVO).

Zu den Mehrausgaben trug ebenso bei, dass Einrichtungsgegenstände und alle Renovationsarbeiten beim Pfarrhaus im Baukredit enthalten sein müssen. Dies war vor Jahresfrist, als die KIVO mit Gesamtkosten von rund 2,5 Millionen Franken gerechnet hatte, noch nicht bekannt. Die Finanzierung ist gesichert: Die Kirchgemeinde steuert 400 000 Franken Eigenkapital bei, die Kantonalkirche übernimmt den Restbetrag von 2,4 Millionen Franken.

Mit den Umbaumassnahmen erhält die Kirchgemeinde ein modernes Zentrum, das den heutigen und künftigen Generationen einen optimalen Nutzen bietet. Das Raumkonzept bietet ideale Möglichkeiten, sich nach Bedürfnissen zu entfalten. Zudem sind die meisten Räume auch für Private und Vereine nutzbar – sie stehen also dem ganzen Dorf, ja sogar der gesamten Region, zur Verfügung. So entstünde ein offenes Zentrum für die Kirchgemeinde selbst sowie ein einladendes «gastliches Haus» für alle (siehe Kasten).

Vorstandsmitglieder gesucht

Ob der Um- und Neubau des Kirchenzentrums letztlich in dieser vorgeschlagenen Form tatsächlich realisiert wird, entscheiden die Kirchbürger an der Kirchbürgerversammlung vom Sonntag, 20. März. Falls sie dort dem entsprechenden Baukredit von 2 525 000 Franken zustimmen, könnte voraussichtlich bereits im Herbst der Baustart erfolgen und das neugestaltete Kirchenzentrum bis Ende 2017 fertiggestellt werden.

Neben dem Bauprojekt sind an der Versammlung die Jahresrechnung 2015 und der Voranschlag 2016 traktandiert. Zudem wird in Zusammenhang mit dem geplanten Um- und Neubau des Kirchenzentrums eine Änderung des Zufahrtsrechts für das Nachbargrundstück notwendig. Ausserdem stehen Ersatzwahlen in die Kirchenvorsteherschaft an. «Wir würden gerne die KIVO weiter ergänzen, damit die Ideenvielfalt in der Behörde breit abgestützt bleibt und die Aufgaben auf genügend Mitglieder verteilt werden können», ergänzt Hans Looser. Jedes stimmberechtigte Kirchgemeindemitglied könne für eine kürzere oder längere Zeit in der Kirchenbehörde mitarbeiten – und diese Mitarbeit je nach Verfügbarkeit und inhaltlichen Wünschen individuell gestalten. Interessenten dürfen sich direkt bei der Kirchgemeinde melden.

Der geplante Mehrzweckraum im lichtdurchfluteten Pavillon. (Bild: Visualisierungen: pd)

Der geplante Mehrzweckraum im lichtdurchfluteten Pavillon. (Bild: Visualisierungen: pd)

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