Ein Ort für Bücher und Begegnungen

Die Dorfbibliothek BiblioGais feiert morgen Samstag und am Sonntag Neueröffnung. Der Präsident des Stiftungsrates, Hansueli Niederhauser, freut sich, die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen, und auf viele anregende Begegnungen.

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Hansueli Niederhauser, Präsident des Stiftungsrates der Stiftung BiblioGais. (Bild: pd)

Hansueli Niederhauser, Präsident des Stiftungsrates der Stiftung BiblioGais. (Bild: pd)

Die Dorfbibliothek BiblioGais feiert morgen Samstag und am Sonntag Neueröffnung. Der Präsident des Stiftungsrates, Hansueli Niederhauser, freut sich, die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen, und auf viele anregende Begegnungen.

Herr Niederhauser, was erwartet Besucherinnen und Besucher der neuen Bibliotheksräumlichkeiten im umgebauten Stallteil des Hauses Hohl an der Schulhausstrasse in Gais?

Vor allem viel Raum und ein grösseres sowie vielfältigeres Medienangebot. Unser bisheriger Standort in einer ebenerdigen Dreizimmerwohnung in der Gaiserau bot uns keine grossen Entfaltungsmöglichkeiten, und die Platzverhältnisse waren sehr beengt. Dieses Problem haben wir nun nicht mehr. Durch die Zusammenlegung der BiblioGais mit der Schulbibliothek und der Ludothek hat sich unser Angebot erweitert. Zudem haben wir neue Bücher, Zeitschriften und andere Medien angeschafft.

Ein vielfältiges Angebot bieten aber auch die grossen Bibliotheken der Region, etwa in St. Gallen. Weshalb braucht Gais trotzdem eine eigene Dorfbibliothek?

Als wir die Stiftung BiblioGais 2011 gründeten, wollten wir den Gaiserinnen und Gaisern einen niederschwelligen Zugang zu Büchern und damit auch zu Wissen vor Ort bieten. Wir stiessen dabei durchweg auf positive Resonanz – von Seiten der Bevölkerung wie auch der Behörden. Das Gebäude, in dem sich unsere neuen Räume befinden, gehört der Gemeinde. Dass uns dieses zur Nutzung überlassen wurde, zeigt – wie auch eine gewisse finanzielle Unterstützung – dass die Bibliothek das Dorf aufwertet und ein Interesse besteht, sie zu erhalten.

Am Sonntag liest die Schriftstellerin Hanna Johansen aus ihrem Buch «Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte» vor. Werden Lesungen auch über die Zeit der Neueröffnung hinaus zum Angebot der BiblioGais gehören?

Ja, dies ist geplant. Zum einen werden wir weitere Lesungen organisieren. Zum anderen stellen wir unsere Räumlichkeiten für andere kulturelle Aktivitäten wie etwa Lesezirkel zur Verfügung. Wir wollen die Bibliothek nicht einfach als Bücherausleihe betreiben, sondern zu einem Ort der Begegnungen machen. Die grosszügigen Räume bieten der Bevölkerung die Möglichkeit, sich zu treffen und auszutauschen. (maj)