Ein Obstgarten für das Altersheim

REUTE. Der Gemeinderat von Reute wertet das gemeindeeigene Landwirtschaftsgebiet ökologisch auf. Rund um das Alters- und Pflegeheim Watt entsteht ein Obstgarten mit rund 20 Hochstammbäumen.

Karin Steffen
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Gemeindepräsident Ernst Pletscher (r.) verfolgt die Pflanzaktion. (Bild: kst)

Gemeindepräsident Ernst Pletscher (r.) verfolgt die Pflanzaktion. (Bild: kst)

REUTE. Der Gemeinderat von Reute wertet das gemeindeeigene Landwirtschaftsgebiet ökologisch auf. Rund um das Alters- und Pflegeheim Watt entsteht ein Obstgarten mit rund 20 Hochstammbäumen. «Wir möchten als Grundeigentümer dieser landwirtschaftlichen Nutzfläche ein Zeichen setzen und mit gutem Beispiel vorangehen», begründet Gemeindepräsident Ernst Pletscher die Baumpflanzaktion.

In den vergangenen Tagen pflanzte die Gartengruppe der Stiftung Tosam aus Herisau insgesamt zwanzig Kirsch-, Apfel-, Zwetschgen- und Birnenbäume. An markanten Lagen kamen einige Einzelbäume wie Linde oder Vogelbeere zu stehen. Im Frühling ergänzen die Gärtner den Obstgarten mit Wildstaudenhecken entlang der Weidegrenzen, und steile Weidepartien erhalten mit der Bepflanzung von Gehölzen eine Sicherung. Der Obstgarten soll im Frühling mit seinen blühenden Bäumen nicht nur die Bewohner des Watts erfreuen, sondern auch die zahlreichen Wanderer.

Sinnvolle Ökologie

Gemeinsam mit Andres Scholl, Leiter der kantonalen Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz, und den Pächtern hat der Gemeinderat ein Projekt für die nachhaltige Bewirtschaftung der gemeindeeigenen landwirtschaftlichen Nutzflächen erarbeitet. Dabei geht es auch um eine weniger intensive Bewirtschaftung mit teilweise nur einem Schnitt, dort wo es Sinn macht. Pletscher betont, dass die Aufwertungsmassnahmen pragmatisch umgesetzt wurden, also nur dort, wo es der Ökologie wirklich nützt und die Pächter bei der Bewirtschaftung nicht zu sehr eingeschränkt werden.

Soziale Nachhaltigkeit

Ökologie habe auch mit Nachhaltigkeit zu tun, sagt Pletscher, und aus diesem Gedanken heraus verpflichtete der Gemeinderat die Stiftung Tosam mit der Pflanzung des Obstgartens und der Hecken. «Das ist dann eben soziale Nachhaltigkeit», erklärt Pletscher. Die Stiftung Tosam setzt sich für Menschen ein, die nur reduzierte Chancen haben, im ersten Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Die Stiftung betreibt unter anderem den WinWin-Markt, eine Velowerkstatt und Brockenstuben.

Ernst Pletscher (r.) verfolgt die Aktion. (Bild: kst)

Ernst Pletscher (r.) verfolgt die Aktion. (Bild: kst)