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Weiterer Schritt in der Dorfneugestaltung in Teufen

Das Kollektiv Nordost hat seine Überlegungen zur Dorfneugestaltung dargelegt. Der Bericht ist die Grundlage für die Abstimmung über den Baukredit.
Aus Sicht des Kollektiv Nordost könnte im Zentrum ein Begegnungsplatz entstehen. (Bild: PD)

Aus Sicht des Kollektiv Nordost könnte im Zentrum ein Begegnungsplatz entstehen. (Bild: PD)

Es war keine leichte Aufgabe, dem Teufener Dorfzentrum eine neue Optik zu geben. Der geplante Doppelspurausbau der Appenzeller Bahnen AG bedingt jedoch zahlreiche bauliche Anpassungen. Und der Gemeinderat will diesen Umstand nutzen, um ein attraktives Dorfzentrum zu gestalten. Eine Arbeitsgruppe wurde einberufen, welche wiederum mit dem Kollektiv Nordost, einem jungen Büro für Landschaftsarchitektur, in Kontakt trat.

Viele Begebenheiten galt es für Roman Häne und Silvio Spieler vom Kollektiv Nordost zu überwinden. Der Ausbau der Appenzeller Bahnen hat grundlegende Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung und Funktionalität. Mit dem Bahnausbau werden verschiedene Ziele verfolgt, wie eine Verkürzung der Fahrzeit oder eine Erhöhung des Taktes. Dies wiederum bedingt, dass Gleisgeometrien neu gelegt werden müssen, damit beispielsweise schneller gefahren werden kann oder mehr Kreuzungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Darum wird, obwohl das Trassee der Bahn aufgehoben wird, der Querschnitt der Verkehrsfläche nicht zwingend kleiner, teilweise verbreitert er sich sogar. Dies hat nach Häne kleinere bis grössere Anpassungsmassnahmen zur Folge, bietet aber auch Chancen: «Man kann auch von einem Glücksfall sprechen, dass dank einem Verkehrsinfrastrukturprojekt die Möglichkeit entsteht, einer zentralen, öffentlichen Fläche eine Identität zurückzugeben.» Aus Sicht der Landschaftsarchitekten stehen mit dem Bau einer Terrasse vor der Bibliothek, dem Schul- und Gemeindehaus verschiedene Nutzungen des Zentrums im Vordergrund. Wo jedoch das öffentliche Leben stattfindet, braucht es auch Parkplätze. Die planerische Leistung des Teams besteht gemäss Silvio Spieler aus der optimierten Anordnung der Parkierung, welche die Verkehrssicherheit verbessern soll. Zudem galt die Vorgabe, dass keine Parkplätze verloren gehen.

Dorfzentrum im Wandel der Zeit

Es erscheint logisch, dass nicht alle Ideen der beiden Landschaftsarchitekten umgesetzt werden konnten. Als Wermutstropfen bezeichnet Roman Häne die Tatsache, dass die Dorfplatzgestaltung von 1979 des Teufener Landschaftsarchitekten Andres Sulzer (1920–2016) verändert wird und der Rückbau des Brunnens von Wilhelm Meier unausweichlich geworden ist. Die Abfolge von Spazierweg, Kanzel, Treppe und Parkierungsnische seien dem Zeitgeist der 1970er- und 1980er-Jahre geschuldet, führt Häne aus. Trotzdem seien die Veränderungen an Dorfplätzen in dem Sinn interessant, wie sich öffentliche Plätze an die aktuellen Bedürfnisse anpassen, und das etwa im 50-Jahre-Rhythmus. Der Brunnen von Wilhelm Meier sei speziell für die jetzige Lage entworfen worden. Das Brunnenbecken orientiert sich an der jetzigen Platzform vor der Kirche. Eine Verschiebung auf die gegenüberliegende Strassenseite macht die Form unnachvollziehbar.

Baukredit kommt zur Abstimmung

Die Überlegungen des Kollektivs Nordost dienen für die Berechnung des benötigten Baukredites als Grundlage. Diese Berechnungen werden zurzeit durch Spezialisten vorgenommen, sodass die Stimmberechtigten im Mai dieses Jahres darüber abstimmen können. (pd/asz)

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