Ein neuer Pfarrer in Walzenhausen

Seit mehr als einem Jahr ist Pfarrer Klaus Stahlberger aus St. Gallen als Pfarrverweser tätig. Nun wurde er zum Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde gewählt.

Isabelle Kürsteiner
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Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wählte Klaus Stahlberger zum neuen Pfarrer. (Bild: PD)

Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wählte Klaus Stahlberger zum neuen Pfarrer. (Bild: PD)

Nachdem evangelisch Walzenhausen mit Claudia Frigg seit dem Ende April eine neue Kirchenvorsteherschafts-Präsidentin hat, ist die Behörde mit der glanzvollen Wahl von Pfarrer Klaus Stahlberger seit vergangenem Sonntag auch wieder komplett. Seinen Gottesdienst vor der Wahl stellte er unter die Themen: «Was habe ich wem zu verdanken?» und «Wer hat mich geprägt?». Zuerst dankte Stahlberger, dass der Gottesdienst in unseren Breitengraden in Freiheit gefeiert werden könne. Mit Psalm 146 stellte er anschliessend das Loben und das Vertrauen ins Zentrum um die Predigt rund um den ersten Brief Paulus an die Gemeinde Saloniki (1. Kp.) zu gestalten.

Glaube beinhalte Dankbarkeit und Freude, wobei der Dank an erster Stelle stehe. Die Liebe hingegen sei auch Arbeit. Das würden die drei Denkmäler vor der Kirche in Walzenhausen bestens aufzeigen. Eines davon ist Sonneblick-Gründer Pfarrer Paul Vogt gewidmet. Vogt habe ihm im Jahr 1976 gesagt: «Vergessen Sie nie, dass Sie den schönsten Beruf erlernt haben.»

Die Liebe ist mit Arbeit verbunden

Auszug aus der Predigt: Lutz, Künzler und Vogt hätten bewiesen, dass ihre Liebe mit sehr viel Arbeit verbunden gewesen sei. Zu Glaube und Liebe komme Hoffnung hinzu. Sie bedeute auch Widerstandskraft. Wenn es einmal schwierig werde, gelte es nicht zu klagen, sondern standhaft am Evangelium festzuhalten. Dazu gehöre dann und wann auch das Leiden, welches in der heutigen Gesellschaft gerne verdrängt werde. Freude im Glauben, Arbeit für die Liebe und Widerstand in der Hoffnung seien seine zentralen Anliegen. Sie sollten im Privaten, in der Schule, bei der Arbeit und in der Gemeinde allgemein praktiziert werden. Ausserdem sei das Miteinander sehr wichtig. Falls er gewählt würde, sei dies sein Programm für die nächsten Jahre, sagte er. Nach dem Gottesdienst hatten die Anwesenden die Möglichkeit den zukünftigen Pfarrer zu befragen. Nur der Wohnsitz kam zur Sprache. Pfarrer Klaus Stahlberger wird auch nach der Wahl in St. Gallen wohnen bleiben, jedoch regelmässig am Dienstag und Freitag vor Ort sein. Er sei mit Pendeln per Bahn oder mit dem Auto glücklich und ausserdem sehr schnell in Walzenhausen.

Einstimmig wurde Stahlberger gewählt

Pfarrer Klaus Stahlberger beteuerte: «Ich möchte bei euch sein so gut es geht!» Die 39 Anwesenden waren sich einig und wählten ihn einstimmig zum Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Walzenhausen.