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Ein Mosaik mit Mehrwert

Im Rahmen des Jubiläumsanlasses «25 Jahre Fonds Landschaft Schweiz FLS» besuchten kürzlich interessierte Fachleute und Projektbeteiligte aufgewertete Flächen in den Gemeinden Fischingen und Mosnang.
Fachleute lassen sich von Landwirt Manfred Baumann über einen Auslichtungsschlag informieren.

Fachleute lassen sich von Landwirt Manfred Baumann über einen Auslichtungsschlag informieren.

MOSNANG. Mit massgeblicher Unterstützung des Fonds Landschaft Schweiz FLS realisiert die Schweizerische Stiftung für Vogelschutzgebiete SSVG seit 2010 ein grossangelegtes Aufwertungsprojekt im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen, Zürich und Thurgau.

In der Kulturlandschaft Tössbergland wurden und werden Wälder aufgelichtet und offene Flächen gepflegt. Aus Anlass des Jubiläums «25 Jahre FLS» haben SSVG und FLS auf einer Exkursion den Erfolg der bisherigen Massnahmen aufgezeigt – und über ein neues Projekt im Gebiet Bruederwald in der Gemeinde Mosnang informiert.

Artenvielfalt dank Holzschlägen

Im Internationalen Jahr der Biodiversität 2010 hat begonnen, was nun im Jubiläumsjahr «25 Jahre FLS» erfolgreich abgeschlossen werden kann. Zumindest vorläufig, da an einem Folgeprojekt gearbeitet wird, nämlich am kantonsübergreifenden Projekt «Ein Mosaik vielfältiger Wälder in der alten Kulturlandschaft Tössbergland». Der Projektperimeter erstreckt sich zwischen Hörnli, Schnebelhorn, Tössstock und Tweralpspitz, über ein Gebiet von 100 Quadratkilometern von der Südspitze des Kantons Thurgau über das Grenzgebiet der Kantone St. Gallen und Zürich bis fast an den Zürichsee. Anlässlich einer Exkursion, die im Rahmen der FLS-Jubiläumsanlässe durchgeführt wurde, haben am 15. Juni interessierte Fachleute und Projektbeteiligte aufgewertete Flächen in den Gemeinden Fischingen und Mosnang besichtigt. Dabei konnte Reto Zingg, der Präsident der Schweizerischen Stiftung für Vogelschutzgebiete SSVG, eine stolze Erfolgsbilanz ziehen: Mit gezielten Holzschlägen in eingewachsenen Waldpartien, in Alp- und Weidegebieten, konnte ein Mosaik von Kulturflächen geschaffen werden, das vorteilhaft ist sowohl fürs Landschaftsbild als auch für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Für Föhren-Waldweiden

Die getroffenen Massnahmen kamen und kommen insbesondere folgenden Pflanzen zugute: Der Heidelbeere und weiteren, Beeren tragenden Sträuchern, der Bewimperten Alpenrose, der Besenheide, dem Frauenschuh und Knabenkräutern. Mit dem Projekt wurde aber auch der Lebensraum von seltenen Tierarten aufgewertet, insbesondere der stark gefährdeten Hasel- und Auerhühner. Der Erfolg der ökologischen Aufwertungen zeigt sich auf über vierzig Schlagflächen in der gestiegenen Zahl vorkommender Pflanzen- und Insektenarten. Die Gesamtkosten des sechsjährigen Projekts belaufen sich auf rund 1 240 000 Franken. Sie werden durch Beiträge der Kantone Thurgau, St. Gallen und Zürich sowie von Gemeinden, Stiftungen und Privatpersonen gedeckt. Der FLS hat in zwei Tranchen insgesamt 300 000 Franken zugesichert, ein Teil davon dank seiner Partnerschaft mit der Sophie und Karl Binding-Stiftung. Die Gelder des FLS sind grösstenteils für die Mehrkosten der Holzschläge eingesetzt worden, die aus FLS-Sicht von besonderem Interesse sind: Zur Aufwertung von Waldrändern an ökologisch wertvollen Standorten wie Südlagen oder Moorgebieten, zur Wiederherstellung von eingewachsenen Weiden und zur Förderung spezieller Waldnutzungsformen wie beispielsweise Föhren-Waldweiden.

Naturraum im Tal der Murg

Anlässlich der Exkursion zu bereits aufgewerteten Projektgebieten konnte die SSVG auch ein neues Projekt präsentieren: Der recht urtümliche Naturraum Bruederwald im tief eingeschnittenen Tal der Murg oberhalb des Klosters Fischingen soll landschaftlich und ökologisch aufgewertet werden. Wie FLS-Kommissionsmitglied Joachim Kleiner bekanntgab, unterstützt der FLS dieses Vertiefungsprojekt mit einem Beitrag von 30 000 Franken. Aus seiner Sicht kann mit der umfassenden Aufwertung von landwirtschaftlichen Flächen und Waldpartien eine einmalige Chance für die Landschaft und Biodiversität genutzt werden – auch dank der aufgeschlossenen Haltung der Grundbesitzer, die sich einer naturnahen Bewirtschaftung verpflichtet fühlen. (pd)

Dank Holzschlag zur Auslichtung sind neue Lebensräume entstanden. (Bilder: pd)

Dank Holzschlag zur Auslichtung sind neue Lebensräume entstanden. (Bilder: pd)

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