Ein Mann zum Kühestehlen

REGION. Der Ziegenbock Zottel hatte es nicht leicht. 2011 entführten Antifaschisten das Maskottchen der SVP sogar. Man fand es später ausgesetzt und verängstigt wieder. Dieses Risiko geht SVP-Schweiz-Präsident Toni Brunner nicht mehr ein.

Martin Knoepfel
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Toni Brunner hat vor kurzem eine Kuh gekauft, die wie er selbst den Kampf vor Publikum nicht scheut. (Bild: Michel Canonica)

Toni Brunner hat vor kurzem eine Kuh gekauft, die wie er selbst den Kampf vor Publikum nicht scheut. (Bild: Michel Canonica)

Region. Der Ziegenbock Zottel hatte es nicht leicht. 2011 entführten Antifaschisten das Maskottchen der SVP sogar. Man fand es später ausgesetzt und verängstigt wieder. Dieses Risiko geht SVP-Schweiz-Präsident Toni Brunner nicht mehr ein. Vor kurzem hat er sich im Wallis eine Nachfolgerin für das legendäre Maskottchen gekauft. Was wohl? Erraten, eine echte Eringerkuh. Das sind jene Kühe, die so gerne um den Vorrang kämpfen, übrigens vor Tausenden von Zuschauern. So gesehen passen sie optimal in die Politik. Ein Schelm, wer jetzt an die Arena denkt. Und einen Vorteil haben die Eringerkühe gegenüber den Ziegenböcken. Man kann sie nicht so leicht stehlen, wenn man's überhaupt kann. Vielleicht endet die versuchte Kuhentführung aber auch mit einem Hornstoss in den Bauch, womit gleich bewiesen wäre, dass ein Spital in der Nähe gar nicht so schlecht ist. Vielleicht ist sie sogar als Wach-Kuh zu gebrauchen, wenn das in Ebnat-Kappel nötig sein sollte. Man kann den Faden noch weiterspinnen. Toggenburg Tourismus könnte auf die Eringerkuh aufspringen – nur bildlich gesprochen – und weitere Tiere importieren, zwecks sommerlicher Kuhkämpfe für Touristen. Und SVP-intern hat eine Brunner'sche Eringerkuh einen grossen Vorteil. Ernst Schibli braucht's nicht mehr.

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