EIN MANN MIT ERFAHRUNGEIN MANN MIT ERFAHRUNG: Es hat Potenzial

Nach dem Unspunnen-Schwinget befindet sich die Schwingersaison in der Schlussphase. Kuno Sutter, der Technische Leiter der Appenzeller, ist mit der Saison zufrieden – grossmehrheitlich.

Bruno Eisenhut
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Kuno Sutter beobachtete als Technischer Leiter der Appenzeller Schwinger unzählige Gänge. (Bild: Lorenz Reifler)

Kuno Sutter beobachtete als Technischer Leiter der Appenzeller Schwinger unzählige Gänge. (Bild: Lorenz Reifler)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Mit der auslaufenden Saison geht auch das Engagement des Technischen Leiters Kuno Sutter zu Ende. Nach fünfjähriger Tätigkeit wird er Ende dieses Jahres von seinem Amt zurücktreten.

Zufrieden sei er mit den Leistungen der Appenzeller Schwinger in der auslaufenden Saison, bilanziert Kuno Sutter. Der Sieg von Martin Hersche am Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest stellte für ihn den Jahreshöhepunkt dar. Aufgrund der Trainingsleistungen sei es für ihn klar gewesen, dass Hersche dereinst ein Kantonalfest gewinnen sollte. «Dass dies aber als Gästeschwinger an einem Teilverbandsfest passierte, kam auch für mich überraschend», so Sutter. Marcel Kuster habe mit seinem Kranzgewinn dafür gesorgt, dass das Nordwestschweizerische Schwingfest aus Appenzeller Sicht zum perfekten Tag wurde.

Für den abtretenden Technischen Leiter der Appenzeller Schwinger war auch das Appenzeller Kantonale Schwingfest ein Höhepunkt. 17 Kränze blieben dort in den eigenen Reihen. «Vielleicht lag es am Teilnehmerfeld», so Sutter, «aber unsere Schwinger waren an jenem Fest bereit für eine gute Leistung.»

Verbesserungspotenzial bei Grossanlässen

Martin Hersche habe in dieser Saison den Durchbruch auf nationaler Ebene geschafft. Gleiches attestiert Kuno Sutter dem Hundwiler Dominik Schmid auf Ebene des Nordostschweizerischen Verbands. Fünf Saisonkränze und die Nomination für das Unspunnenfest bilden Schmids diesjähriges Palmarès. Sutter stuft Schmids Erfolge als Lohn für seinen Trainingseinsatz ein.

Letztlich sei die Leistung von Michael Bless am Unspunnen-Fest als erfreulich zu werten, so Sutter. Auf dem siebten Rang klassiert war Bless am Schluss der viertbeste Nordostschweizer.

Trotz aller Zufriedenheit, Kuno Sutter sieht dennoch Verbesserungspotenzial. Abgesehen von wenigen Spitzenschwingern hätten die Appenzeller an Grossanlässen wie dem Nordostschweizerischen Schwingfest oder an Bergfesten nicht über sich hinauswachsen können. «Daran müssen wir arbeiten», sagt Kuno Sutter. Das «wir» lässt erahnen, dass Kuno Sutter trotz Rücktritt dem Schwingsport nicht vollends den Rücken zudrehen wird. «Im sportlichen Bereich kann der Appenzeller Schwingerverband weiterhin auf mich zählen.»

Seit fünf Jahren setzt der Appenzellische Schwingerverband im technischen Bereich auf die Fähigkeiten von Kuno Sutter. Als Aktivschwinger erkämpfte sich Sutter 46 Kränze, wovon einer ein eidgenössischer Kranz war. Nach seiner Aktivkarriere amtete Kuno Sutter neun Jahre als Technischer Leiter des Schwingklubs Appenzell, ehe er dieses Amt als Vorstandsmitglied des Appenzellischen Schwingerverbands übernahm. (bei)

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