Ein magischer Tag in der Risi

Das Alters- und Pflegeheim Risi lud zum traditionellen Sommerfest ein. Musik, Begegnungen und ein ökumenischer Gottesdienst haben den Tag geprägt.

Kathrin Burri
Merken
Drucken
Teilen

WATTWIL. Magisch sollte es am diesjährigen Sommerfest in der Risi am Sonntag zugehen. «Sicher ist vorerst mal magisch, dass das Wetter gerade heute noch so gut ist», sagte Heimleiter Georg Raguth und strahlte. Dabei sah er aus wie ein echter Magier mit seinem spitzen Hut mit der breiten Krempe und dem golddurchwirkten Gewand. Feenhaft auch die Mitarbeitenden, mit leiser Hand, mit ausdrucksstark geschminkten Augen und mit schimmerndem grünen Haar rückten sie im Festzelt die Stühle zurecht, plazierten Bewohner am gewünschten Ort oder nahmen für das Mittagessen Bestellungen entgegen. Über allem aber hing der magische Mittagsduft von Hexengeschnetzeltem oder von Regenbogenspätzli.

Magie und Musik

Dieser Begriff sei in den Vorbereitungen zum Fest und natürlich auch mit den Bewohnern thematisiert worden, erzählt Heimleiter Raguth, denn Hokuspokus wolle damit nicht gemeint sein. Eher das Zauberhafte, welches in Begegnungen, in Orten, in Menschen verborgen sein kann und sich manchmal unverhofft zeigt. In der Risi leben zurzeit 103 Menschen. Dass dabei immer wieder viele magische Momente der Begegnung entstehen, scheint selbstredend zu sein.

Harfenklänge ertönen

Im ökumenischen Gottesdienst gingen Othmar Hetzel und Tobias Claudy diesen magischen Momenten nach. Die Bibel erzählt die Geschichte vom jungen David, der mit seiner Harfe den bedrückten und verzweifelten König Saul in seinem Innersten berührte. Harfenmusik gehörte natürlich bei diesem Gottesdienst dazu. Irische Volksmusik zum Mittagessen unterstrich das Stimmige des diesjährigen Risifestes. Am Nachmittag verzauberte das «Fyrabigchörli» von ennet dem Ricken die Besucherinnen und Besucher samt der Bewohnenden. Schön sei er gewesen, dieser Tag, meinte ein Bewohner am frühen Nachmittag und machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer für das Mittagsschläfchen. Mag er im Traum begleitet werden von Elfen, von Musikklängen und von Erinnerungen an menschliche Begegnungen.