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Ein Kurs rund um die Permakultur

Hausverein Ostschweiz
Monika Mutti-Schaltegger
Ein eindrücklicher Tageskurs fand bei Pavel Beco, Bio-Baumschule Albisboden in Dicken, rund um das Thema Permakultur statt. (Bild: PD)

Ein eindrücklicher Tageskurs fand bei Pavel Beco, Bio-Baumschule Albisboden in Dicken, rund um das Thema Permakultur statt. (Bild: PD)

Der Hausverein Ostschweiz schrieb den Kurs «Rund um Permakultur – Natur in den Garten holen» zum ersten Mal aus und war sehr positiv überrascht über die grosse Teilnahme aus nah und fern. Denn sei der Garten noch so klein, biete er eine enorme Vielfalt von Möglichkeiten, für die Tiere und die Menschen einen überlebenswichtigen, erholsamen Raum zu schaffen. Dies wurde neulich schon zu Beginn des Kursers bei Pavel Beco, Dicken, klar und machte Lust auf die weiteren Inputs.

Natürlich ist der Begriff «Per- makultur» ein Modewort, obschon diese Art mit den Grünflächen resp. der Natur umzugehen schon lange eine bewährte Art der Naturpflege ist. Es geht nicht darum, die Natur zu schützen, denn die kann für sich selber schauen, sondern darum, im Einklang mit ihr den grössten Nutzen für die Natur und für die Menschen zu erreichen. Nehmen wir das Beispiel Brennnesseln; eine nicht sehr beliebte Pflanze. Sie ist eine Art Bodenpolizist; überall dort, wo es darum geht, dass der Boden sich ausgleichen muss, ist sie anzutreffen. Wenn der Boden sich ausgeglichen hat, verschwindet sie. Die Fasern der Brennnesseln sind enorm robust und eigenen sich, um Schnüre herzustellen, natürlich nur für den Hausbrauch. Pesto, Spinat oder Salat aus deren Blättern schmecken köstlich. Erstaunlich ist auch, dass inzwischen die Städte über eine grössere Biodiversität verfügen wie auf dem Lande.

Zu früh und vor allem zu schnell, innert weniger Tage, werden unsere blühenden Wiesen gemäht, sodass die Bienen in ein Juniloch fallen, da sie zu wenig Nahrung finden. Sie müssen mit Zuckerwasser nachgefüttert werden. Was ist da zu tun? Etwas koordinierte Unordnung im Garten ist nicht nur Balsam fürs Auge, sondern auch für die Tierwelt. Naturwiesen belassen, bis sie aussamen konnten, Dächer begrünen, Hecken anpflanzen. Hierfür bieten sich je nach Art des Bodens und Beson­nung beispielsweise Mispel, süsse Vogelbeere, Weissdorn, Felsenbirnen, Scheinquitte, Wildapfel, Schwarzdorn, Holunder an. Sie sehen nicht nur schön aus, sie bieten über das Jahr hinweg auch immer was zu naschen oder können als Basis für ein feines Dessert verwendet werden. Der Tag auf dem Albisboden war eindeutig zu kurz, um die Vielfalt der Permakultur zu erfassen, doch alle traten mit einem Sack voller Ideen und wohlgenährt mit Produkten aus dem Garten den Nachhauseweg an, mit dem Wissen: Packen wir es an, es gibt noch viel zu tun. Die Natur wird überleben, helfen wir uns Menschen, auch zu über­leben.

Monika Mutti-Schaltegger

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