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Ein klares Versprechen für 2018

Der Verwaltungsrat der Appenzeller Bahnen blickt an der 143. Generalversammlung auf eine intensive Planungsphase zurück. Der Modernisierung bis in zwei Jahren steht nichts mehr im Wege. Die Erwartungen sind gross.
Max Pflüger
Fredy Brunner Verwaltungsratspräsident Appenzeller Bahnen (Bild: Ralph Ribi)

Fredy Brunner Verwaltungsratspräsident Appenzeller Bahnen (Bild: Ralph Ribi)

APPENZELLERLAND. 280 stimmberechtigte Aktionäre versammelten sich am Donnerstagabend in der Altstätter «Sonne» zur 143. Generalversammlung der Appenzeller Bahnen. Speditiv führten Verwaltungsratspräsident Fredy Brunner und Direktor Thomas Baumgartner durch die Traktanden, diskussionslos und einstimmig genehmigten die Aktionäre den Geschäftsbericht und die Jahresrechnungen 2015 und erteilten dem Verwaltungsrat Decharge.

Als Gastgeber stellte der Altstätter Stadtpräsident Ruedi Mattle den Versammlungsteilnehmern die Stadt und die Gemeinde Altstätten vor. Er gab dazu auch einen kurzen Abriss der Verkehrs- und Eisenbahngeschichte des Versammlungsortes. Als Besonderheit erwähnte er dabei die Schlittelpiste entlang der Appenzeller-Bahnen-Bahnlinie vom Stoss hinunter in die Stadt.

Grosse Investitionen

Im Zentrum der Ausführungen von Verwaltungsratspräsident Fredy Brunner stand die umfassende Modernisierung der Appenzeller Bahnen. Erfreut konnte er feststellen, dass mit der Plangenehmigung für den Tunnel und die Neubaustrecke Ruckhalde sowie den Umbau des Bahnhofs in St. Gallen eine lange Planungsphase ein positives Ende gefunden habe. Der Modernisierung stehe nun nichts mehr im Wege, alle Bauarbeiten seien auf Kurs, und im kommenden Monat könne mit den Sprengarbeiten und dem Tunnelvortrieb begonnen werden.

Auf rund 250 Millionen Franken wird die Modernisierung in den nächsten Jahren zu stehen kommen. Neben den Investitionen in die Infrastruktur komme auch neues Rollmaterial zum Einsatz. 2018 sollen neue Züge auf den Strecken Gossau–Appenzell–Wasserauen und zwischen Trogen und Appenzell verkehren. Zwei verschiedene Fahrzeugtypen der Firma Stadler versprechen grösseren Fahrkomfort. Zum Unterhalt der Fahrzeuge wird in Appenzell ausserdem ein neues Instandhaltungszentrum erstellt, das verschiedene AB-Werkstätten ersetzt. Die Instandhaltung wird damit in Heiden, Speicher und Appenzell konzentriert. Die Modernisierung der Appenzeller Bahnen soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Fredy Brunner versprach den Aktionären in Altstätten: «2018 werden Sie die Appenzeller Bahnen nicht mehr wiedererkennen.»

Sicherheit grossgeschrieben

Neben der Planung und dem Baubeginn der Grossprojekte hat die Abteilung Infrastruktur auch bereits viel in die Verbesserung der Sicherheit investiert. Rund 60 Bahnübergänge wurden 2015 saniert und damit die Anzahl der Unfälle an Bahnübergängen deutlich reduziert. Die Sanierungsarbeiten gehen weiter. Noch rund 170 Übergänge müssen in den kommenden Jahren angepasst werden. Die Finanzierung der Modernisierung und des Bahnbetriebes bleibt für die AB eine grosse Herausforderung und ist nur dank der Mitwirkung von Bund und Kantonen realisierbar. 2015 konnte mit einem knapp positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Sonderabschreibungen auf die Fahrzeuge der Linie St. Gallen–Trogen, welche verkauft werden sollen, haben das Ergebnis auf eine schwarze Null gesenkt.

Rund fünf Millionen Fahrgäste sind im vergangenen Jahr mit der AB gereist. Mit den Angebotsverbesserungen sollen in Zukunft noch mehr Kundinnen und Kunden gewonnen werden.

Thomas Baumgartner Direktor Appenzeller Bahnen (Bild: Hanspeter Schiess)

Thomas Baumgartner Direktor Appenzeller Bahnen (Bild: Hanspeter Schiess)

Rund 280 Aktionäre besuchten in der «Sonne» in Altstätten die 142. Generalversammlung der Appenzeller Bahnen. (Bild: Max Pflüger)

Rund 280 Aktionäre besuchten in der «Sonne» in Altstätten die 142. Generalversammlung der Appenzeller Bahnen. (Bild: Max Pflüger)

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