Ein Kantonsratssitz vakant

In Trogen kann erst einer der beiden frei gewordenen Kantonsratssitze auf Anhieb besetzt werden.

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Trogen. Es war anzunehmen, dass bei sieben Bewerbern für die drei Kantonsratssitze, die Trogen zustehen, nicht alle im ersten Wahlgang bestellt werden könnten. So ist es denn auch. Immerhin hat sich mit dem ebenfalls sehr gut als Gemeindepräsident bestätigten Niklaus Sturzenegger (FDP) einer der Anwärter sogar noch knapp vor dem einzigen Wiederkandidierenden, Urs Schläpfer (FDP), klar über dem absoluten Mehr etablieren können. Der dritte FDP-Kandidat, René Langenegger, folgt bereits auf Rang drei, blieb aber rund 40 Sitze unter dem absoluten Mehr.

SP relativ klar zurück

Doch schon relativ deutlich zurück liegen SP-Kandidatin Daniela Heyer und praktisch gleichauf Lionel Monnet (pu). Rang fünf belegt Tim Walker (Gral), und etwas abgeschlagen folgt der sich spät meldende und über keine offiziellen Wahlzettel verfügende Andreas Schiess (pu).

Für den dritten Sitz ist damit ein zweiter Wahlgang nötig. Es wird sich zeigen, wer daran noch teilzunehmen bereit ist. Dass es zu stillen Wahlen kommt, ist angesichts der Ausgangslage eher unwahrscheinlich. Die oppositionellen Kräfte werden verhindern wollen, dass die FDP alle drei Trogner Mandate belegt – und erst noch mit Männern.

Im Gemeinderat gab es keine Rücktritte, und sämtliche Bisherigen wurden mit relativ wenigen Stimmen Unterschied bestätigt. Keine Frage war auch die Wiederwahl von Niklaus Sturzenegger als Gemeindepräsident für eine zweite Amtszeit. Nur sieben Stimmen fielen auf andere Namen.

In Trogen wird auch die Schulkommission noch an der Urne gewählt. Die Bestätigungen fielen für alle äusserst klar aus.

Hohe Beteiligung

Die Beteiligung lag bei hohen 57,5 Prozent. Dies dürfte einerseits auf die grosse Zahl der Kandidaten bei der Kantonsratswahl zurückzuführen sein, andererseits auf die Sachabstimmung zum Landsgemeindeplatz. (hps)