Ein Adventskalender zum Beschreiben und Verschicken

Die Goba AG bringt dieses Jahr bereits zum 19. Mal einen eigenen Adventskalender heraus. Geschaffen hat ihn die Künstlerin Eva Hensel aus Appenzell.

Karin Erni
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Künstlerin Eva Hensel und Goba-Geschäftsführerinn Gabriela Manser präsentieren den Adventskalender im neuen Ladenlokal. (Bild: Karin Erni)

Künstlerin Eva Hensel und Goba-Geschäftsführerinn Gabriela Manser präsentieren den Adventskalender im neuen Ladenlokal. (Bild: Karin Erni)

Es riecht nach frischem Holz und neuen Textilien im Goba-Geschäftssitz in Gontenbad. Im Neubau lädt Geschäftsführerin Gabriela Manser zur Präsentation des diesjährigen Adentskalenders. Wobei dieser für einmal nicht der gängigen Vorstellung eines solchen entspricht: Es gibt keine Türchen, keine Bildchen und keinen Glimmer.

Der von der Appenzeller Künstlerin Eva Hensel gestaltete Kalender besteht aus 24 bedruckten Karten im Format A5, die in einer einfachen grauen Kartonschachtel untergebracht sind. «Ich liebe Schachteln, in ihnen kann man etwas sammeln oder aufbewahren. Solchermassen zusammgefasste Objekte erhalten dadurch einen Mehrwert», so die Künstlerin. Die fotografierten Motive auf den matt-schwarzen Karten stammen zu einem grossen Teil aus der Christbaumschmuck-Sammlung des vor zwei Jahren verstorbenen St.  Galler Künstlers und Sammlers David Bürkler. Über 45 Jahre lang beschäftigte er sich mit diesen kleinen Kostbarkeiten, entdeckte immer wieder Raritäten und ergänzte sie mit typischen Stücken aus jeder Epoche – von der Biedermeierzeit bis heute. Eva Hensel kombiniert die glänzenden Objekte mit schlichten Arrangements aus Naturmaterialien wie Blüten, Beeren oder Zweigen. Der Kalender ist in verschiedenen Papeterien und Buchläden der Region, sowie in allen Goba-Geschäften erhältlich.

Transparenter Neubau aus Holz und Glas

Anlässlich der Kalenderpräsentation führt Gabriela Manser durch den Neubau, der zwischen der erweiterten Abfüllhalle und der Bahnlinie liegt. «Das ist unser Denkort, an dem wir seit drei Wochen sind», erklärt die Firmenchefin. Damit die Abfüllanlagen vergrössert werden konnten, war es nötig, einen separaten Bürotrakt zu erstellen. Neben ihrem eigenen Büro befinden sich in den hohen und hellen Räumlichkeiten die Administration, die Marketingabteilung und zwei Sitzungszimmer. Im Erdgeschoss besteht neben dem Empfang ein neuer Laden mit Sitzgelegenheiten, der auch für Anlässe genutzt werden kann. Die Einrichtung des Hauses passt zum verspielten Stil der Marke. So stehen beispielsweise statt Zimmerpflanzen mannshohe Edelweisse aus grünem Filz in den Räumen. Die Vorhänge sind mit verschlungenen Pflanzenmotiven kunstvoll bestickt.

Komplexe Baustelle wegen Quelle

Das vom Zürcher Architekturbüro Oester Pfenninger geplante und von den einheimischen Holzbaubetrieben Nägeli AG und Albert Manser AG ausgeführte Gebäude ist ein reiner Holzbau. Es wurde ausschliesslich einheimisches Holz verarbeitet. Lediglich die klar strukturierte Fassade mit den vielen raumhohen Fenstern wurde mit einer dünnen Aluminiumschicht verkleidet. Das Bürogebäude steht direkt auf der Mineralquelle. Um sie nicht zu gefährden, musste auf tiefe Fundamente verzichtet werden. Auch auf die nahe Bahnlinie und das benachbarte Alterszentrum habe man beim Bauen Rücksicht nehmen müssen, erklärt Gabriela Manser.

Für das nächste Jahr seien bei der Goba für einmal keine grossen Neuheiten geplant, man strebe eine Konsolidierung an, so Manser. Doch ganz festlegen will sich die Firmenchefin dann doch nicht: «Ein einziges neues Produkt bringen wir vielleicht doch.»