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Speicher: Ein Jass fürs Appenzellerland

Reto Sonderegger tritt für die Gemeinde Speicher an. Den Differenzler hat er erst seit diesem Jahr für sich entdeckt.
Astrid Zysset
Reto Sonderegger.

Reto Sonderegger.

«Ja», lautete die knappe Antwort auf die Frage, ob er nervös sei. «Die Sommerferien hindurch ging’s noch. Aber je näher der Termin rückt, desto stärker ist die Anspannung», sagt Reto Sonderegger. Er ist einer der Kandidaten, die für die Gemeinde Speicher beim «Donnschtig-Jass» antreten. Und er war es auch, der beim Qualifikationsturnier am besten abschnitt. Eigentlich verwunderlich, hat er doch erst seit diesem Jahr den «Differenzler» für sich entdeckt.

«Mit meiner Frau und den Töchtern spielen wir jeweils oft den Schieber.»

Und früher, in seiner Kindheit, gab es zwischendurch auch mal eine Partie «Tschau, Sepp». Den «Differenzler» spielte man jedoch nie. Es sei ein anspruchsvoller Jass, findet Sonderegger. Nur ein Viertel des Spiels habe man in der Hand, und Strategien, um die angesagte Punktezahl tatsächlich zu erreichen, gebe es von jedem Mitspieler unterschiedliche. Auch gegenläufige. «Der Differenzler ist stark kopflastig. Und es braucht viel Glück, um ein gutes Blatt zu erhalten.» Dieses hätte er auch in der Qualifikation gehabt, und sei darum vom «Schicksal in der Rangliste nach oben gespült» worden, gibt er sich bescheiden.

Der Ehrgeiz ist aber geweckt. Während der Ferien habe Sonderegger oft gejasst. Auch mit den anderen Kandidaten aus Speicher gab es Treffen, um sich gegenseitig Tipps zu geben, um zu üben und sich auszutauschen. Nun, kurz vor der Austragung, hat Sonderegger die Karten jedoch beiseitegelegt.

«Entweder es reicht für den Sieg, oder eben nicht.»

Üben nütze jetzt nichts mehr. Ein gutes Abschneiden der Speicherer Jasser wäre aber schon schön, gibt Sonderegger zu bedenken. «Vor allem für den Schiedsrichter Daniel Müller. Der kommt aus Speicher und er hat angekündigt, nach dieser Austragung aufzuhören. Für ihn wäre es ein schöner Schlusspunkt.» Aber nicht nur für Müller oder Speicher. Für das gesamte Appenzellerland sei es gut, dass die Sendung hier aufgezeichnet wird, so Sonderegger. Ob er denn auch – falls Heiden gewinnt – der dortigen Austragung beiwohnen wird? «Wenn es zeitlich drin liegt, dann sicher!»

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