Ein Ja zur sicheren Wasserversorgung

Mit ihrem Ja haben sich die Gemeinden Stein und Hundwil für die Erneuerung und den Ausbau der Quellen Fitzisbach-Vorderhaus ausgesprochen. Die ehemaligen St. Galler Quellen sollen dazu dienen, die Hinterländer Wasserversorgungskorporation mit genügend Trinkwasser zu bedienen.

Karin Erni
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Fritz Leirer und Heimo Brülisauer bei einem alten Quellschacht am Sieben-Bröggli-Wanderweg. (Bild: ker)

Fritz Leirer und Heimo Brülisauer bei einem alten Quellschacht am Sieben-Bröggli-Wanderweg. (Bild: ker)

STEIN/HUNDWIL. Die Vorlage war in beiden Hinterländer Gemeinden unbestritten. 500 Stimmbürger von Stein und 209 von Hundwil sprachen sich für den Ausbau der Quellen Fitzisbach-Vorderhaus aus. Gegenstimmen gab es lediglich 29 beziehungsweise 30. Die beiden Gemeinden übernehmen damit je die Hälfte der Kosten in der Höhe von 1 250 000 Franken.

Fritz Leirer ist Mitglied der Wasserkommission von Stein. Er kann als «Vater» der Abstimmungsvorlage bezeichnet werden. Vor sechs Jahren hatte er in zähen Verhandlungen die Rechte an den Quellen von der Stadt St. Gallen erworben. «Es hat sich gelohnt durchzuhalten», freut sich der ehemalige Steiner Gemeindepräsident.

Aufbereitungsanlage nötig

Das Wasser der so genannten St. Galler Quellen floss die letzten Jahre ungenutzt in die Urnäsch. 2100 Kubikmeter waren es pro Tag, das entspricht in etwa dem Inhalt von 10 000 Badewannen. Nun soll dieses Wasser wieder genutzt werden. Dafür bauen die Gemeinden Hundwil und Stein bei der Oertlismühle in Hundwil eine neue Aufbereitungsanlage mit Pumpwerk. Das Gebäude wird in eine Geländemulde direkt unterhalb des bestehenden Brunnenhäuschens gebaut. Dort fliessen die drei Quellen Fitzisbach, Fiebet und Schlatt zusammen. Vorderhand wird aber nur das Wasser der Quelle Fitzisbach-Vorderhaus genutzt. Grösse und Kapazität der neuen Anlage sind jedoch darauf ausgelegt, ohne grosse Investitionskosten in einem späteren Schritt auch das Wasser der anderen beiden Quellen aufnehmen und filtrieren zu können.

Grosser Wasserbedarf

Nach der Aufbereitung wird das Trinkwasser in das Reservoir Stuhn hochgepumpt, damit es genug Druck hat, um anschliessen in das Leitungsnetz der Wasserversorgungskorporation Hinterland (WKH) eingespeist zu werden.

Baldiger Baubeginn

Die alten Quellschächte entlang des Sieben-Brüggli-Weges bedürfen einer Sanierung. Weniger ertragsstarke Quellen werden stillgelegt, weil sich die Investitionen für den Ausbau und der Aufwand für die Ausscheidung des Umlands als Trinkwasserschutzgebiet nicht mehr lohnen würden.

Das gewonnene Wasser ist als Trink- und Löschwasser begehrt. Bereits haben sich mit den Gemeinden Schwellbrunn und Schlatt-Haslen weitere Interessenten für Wasser aus dem Leitungsnetz der WKH gefunden.

Das Wasserbauprojekt «Fitzisbach-Vorderhaus» wird in gut anderthalb Jahren fertiggestellt sein.

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