Ein Heimspiel zum Abschied

Seit Anfang September ist Erich Brassel pensioniert. Heute ehren ihn der FC Kantonsrat SG und der FC Kantonsrat AI/AR mit einem Abschiedsspiel. Der ehemalige Leiter der Fachstelle Sport AR habe stets für gute Stimmung gesorgt, sagt der Captain der St. Galler.

Patrik Kobler
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Felix Bischofberger Captain FC Kantonsrat SG (Bild: pd)

Felix Bischofberger Captain FC Kantonsrat SG (Bild: pd)

HERISAU/ST. GALLEN. Wenn der FC Kantonsrat SG und der FC Kantonsrat AI/AR heute abend um 17.30 Uhr im Paul-Grüninger-Stadion in St. Gallen zum Abschiedsspiel von Erich Brassel antreten, sei das ein Zeichen der Wertschätzung. «Wir wollen ihm damit danke sagen», erklärt der Captain der St. Galler, Felix Bischofberger. Er kennt Brassel seit bald zehn Jahren und hat ihn als sehr kollegial, hilfsbereit und unkompliziert kennen und schätzen gelernt. «Erich hat sehr viel für den interkantonalen, sportlichen Austausch gemacht und stets für gute Stimmung gesorgt», sagt Bischofberger.

Im Quartier aufgewachsen

Die Stätte des heutigen Abschiedsspiels zwischen dem FC Kantonsrat SG und dem FC Kantonsrat AI/AR dürfte dem Geehrten nicht unbekannt sein. Denn Erich Brassel ist im St. Galler Krontal-Quartier aufgewachsen. Anhänger des dort beheimateten SC Brühl war er jedoch nicht. Sein Herz schlug für den Verein «ennet dem Jordan» – den FC St. Gallen, der damals noch im Espenmoos beheimatet war. Ein waschechter Brühler war hingegen der Vater von Felix Bischofberger. Wenn die «Kronen» spielten, gehörte der Captain des FC Kantonsrat denn auch häufig zu den Matchbesuchern.

Derbystimmung garantiert

Heute abend wird jedoch nicht die Affiche SCB gegen FCSG im Paul-Grüninger-Stadion für sportliche Brisanz sorgen, sondern das Aufeinandertreffen der St. Galler und der Ausserrhoder Parlamentarier. Auf die Frage, wer die bessere Mannschaft sei, äussert sich der Politiker aus Altenrhein diplomatisch. «Mal gewinnen wir, mal die Appenzeller.» Es stehe aber ausser Frage, dass die St. Galler gewinnen wollen. «Es ist ein Derby. Auf dem Platz schenken wir uns nichts», sagt Felix Bischofberger. In der anschliessenden «dritten Halbzeit» werde es dann aber freundschaftlich zu- und hergehen. Er schätzt den Austausch mit den Appenzellern. Es ist eine gute Gelegenheit, gemeinsame politische Themen wie die Expo 2027 oder die Durchmesserlinie zu diskutieren. Heute steht indes Erich Brassel im Mittelpunkt.