Ein Haus für jeden Anlass

HEMBERG. Am Wochenende durften die evangelisch-reformierten Kirchbürger der Gemeinde Hemberg ihr neues Kirchgemeindehaus einweihen. Am Samstag konnte das Gebäude zum ersten Mal besichtigt werden, am Sonntag fand die offizielle Einweihungsfeier statt.

Esther Meier
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Die Einweihungsfeier wurde mit einem Ballonwettbewerb abgeschlossen. Jeder durfte seine Ideen für die zukünftige Nutzung des Kirchgemeindesaales notieren. Der kreativste umsetzbare Vorschlag wird, falls der Zettel zurück in den Hemberg finden wird, mit einem Preis belohnt. (Bild: Esther Meier)

Die Einweihungsfeier wurde mit einem Ballonwettbewerb abgeschlossen. Jeder durfte seine Ideen für die zukünftige Nutzung des Kirchgemeindesaales notieren. Der kreativste umsetzbare Vorschlag wird, falls der Zettel zurück in den Hemberg finden wird, mit einem Preis belohnt. (Bild: Esther Meier)

Hemberg. «Jo, jetzt isch s endlich fertig, s'Cherchgmeindhus», meinte Pfarrerin Barbara Damaschke-Bösch zu Beginn des Gottesdienstes. Ein langer, manchmal nicht ganz einfacher Weg sei es gewesen, von den ersten Plänen, zur Genehmigung durch die Kirchbürger vor zwei Jahren, bis hin zum fertigen Gebäude.

Offene Türen

Zum ersten Mal öffnete das Kirchgemeindehaus am Samstagnachmittag seine Türen für die Bevölkerung. Zahlreiche, vorwiegend einheimische Interessierte folgten der Einladung und nahmen das Gebäude in Augenschein. Im Foyer erwartete die Besucher eine kleine Ausstellung mit Fotos aus dem Archiv, die frühere Renovationsarbeiten an Kirche und Kirchturm zeigten.

Im «Churfirsten»- und «Speersäli» im Untergeschoss hatte die Kirchenvorsteherschaft ein Buffet sowie eine Diashow eingerichtet. Ergänzt mit aufliegenden Fotografien konnten die Besucher im Zeitraffer den Abriss des alten Saales und den Bau des neuen Gebäudes mit ansehen. Die Reaktionen auf den Neubau waren praktisch ausschliesslich positiv. Speziell die hellen Räume und die grosszügigen Fenster gefielen den Gästen. Besonders beliebt waren auch die Lauben auf der Südseite. Schnell waren dort alle Tische besetzt und bei einem Glas Wein genossen die Anwesenden die Aussicht. «Man fühlt sich ein bisschen wie ein Kurgast», schmunzelte eine Besucherin.

Festakt

Den Auftakt zu den offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten am Sonntag bildete ein Gottesdienst. Mitgestaltet wurde er von der Kirchenvorsteherschaft sowie dem Bergbluemechörli Bächli, welches für die musikalische Umrahmung sorgte. Im Namen der St. Galler Kantonalkirche überbrachte Pfarrer Philippe Müller, Dekan des Kirchenbezirks Toggenburg, seine Grüsse. Nach dem anschliessenden Platzkonzert der Musikgesellschaft Hemberg waren alle zu Kartoffelsalat, Wurst und Brot in den grossen Säntissaal eingeladen. Bevor es kulinarisch mit Kaffee und Kuchen weiterging, überreichte Heinz Keller dem Hemberger Kirchenvorsteherschaftspräsidenten Heinrich Schneider symbolisch den Schlüssel zum neuen Haus. Gleichzeitig bedankte sich Heinrich Schneider für die gute Zusammenarbeit mit der Familie Keller sowie bei allen, die das Projekt unterstützt haben.

Offen für alle

Das neue Kirchgemeindehaus soll künftig für verschiedenste Anlässe verwendet werden. Die Kirche selbst plant eine Vielzahl von Veranstaltungen, die in die neuen Räumlichkeiten verlegt werden können. Die kleinen Säle im Erdgeschoss werden beispielsweise für den Konfirmationsunterricht, die Sonntagsschule oder Bibelstunden genutzt. Sitzungen der Kivo finden in Zukunft nicht mehr im Pfarrhaus, sondern im Kirchgemeindehaus statt. Auch die Infrastruktur für den Kirchenkaffee ist vorhanden.

Prinzipiell steht das Kirchgemeindehaus allen offen und kann sowohl von Vereinen als auch von Privaten gemietet werden. Der grosse Saal bietet Platz für rund 100 Personen, die kleineren für je circa 25. «Wir hatten bereits Anfragen, mussten aber ablehnen, da das Gebäude noch nicht fertig war. Der nächste Anlass wird ein Hochzeitsessen sein im grossen Saal», erklärte Schneider.

Nicht nur Festessen, auch Seminare, Vereinsversammlungen oder die 1.-August-Feier können künftig dort stattfinden. Für die Verpflegung kann ein Cateringservice engagiert werden, in einem der unteren Säle ist zudem eine kleine aber funktionale Küche eingerichtet. Die Kirchenvorsteherschaft Hemberg hofft auf einen belebenden Impuls durch das Kirchgemeindehaus. Oder wie es Philippe Müller formulierte: «Das neue Kirchgemeindehaus soll Leben in den Hemberg bringen. Leben in die Kirchgemeinde, aber auch ins ganz Dorf.»

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