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Ein Glacé, aber bitte hausgemacht

Touristen und Einheimische dürfen sich freuen: Die ehemalige Betreiberin des «Lokal» am Schmäuslemarkt hat in der Nähe eine Gelateria eröffnet. Für Kühlung sorgt auch die Sitter, an deren Ufer die Gäste Platz nehmen.
Karin Erni
Helen Fässler kreiert immer wieder neue saisonale Glacésorten. (Bild: Karin Erni)

Helen Fässler kreiert immer wieder neue saisonale Glacésorten. (Bild: Karin Erni)

Helen Fässler kennen die meisten Appenzeller als Gastgeberin im «Lokal» am Schmäuslemarkt. Nach zehnjähriger Tätigkeit hat sie kürzlich den Ort ihres Wirkens gewechselt. Ihre neue Gelateria und befindet sich in der ehemaligen Hofersäge direkt an der Sitter.

«Meine Leidenschaft war immer beim Glacé», sagt Helen Fässler. Am neuen Standort könne sie sich ganz auf die Produktion und den Verkauf der kühlen Leckerei konzentrieren. In der professionell eingerichteten Glacéküche im ehemaligen Bretterlager der Sägerei stellt sie die Gelati unter hygienischen Bedingungen von Grund auf frisch her. Bevor sie vor über zehn Jahren mit der eigenhändigen Herstellung begann, habe sie bei einer Gelateria in Schaffhausen die Grundlagen erlernt.

So natürlich wie möglich

Wichtige Zutat für die Glacéproduktion ist frische Appenzellermilch, die pasteurisiert angeliefert wird. Alle Glacés sind ohne Eier hergestellt. Helen Fässler verwendet ein pflanzliches Bindemittel, somit sind die Sorbets völlig vegan und natürlicherweise lactosefrei. «Beim Zucker- und beim Fettanteil bin ich an die unterste Grenze gegangen. Die Gäste sagen, dass mein Gelato sehr gut verträglich ist und nicht schwer aufliegt.»

Immer im Sortiment müssen die klassischen Sorten wie Vanille, Schokolade, Erdbeer oder Haselnuss sein. Immer wieder hat sie an neuen Geschmacksrichtungen herumgetüftelt und so mit den Jahren die Palette erweitert. Heute kommen während einer Saison rund 50 Sorten in den Verkauf. Allerdings nicht gleichzeitig. Jeweils 16 verschiedene Aromas stehen in den Kühlbehältern zur Auswahl.

«Ich achte auf Saisonalität, so gibt es bei mir im Mai beispielsweise keine Mandarinenglacé.»

Für ihre Kreationen verwendet sie wenn möglich Früchte aus der Schweiz oder frische Kräuter aus dem eigenen Garten. Besonders am Herzen liegen ihr aussergewöhnliche Mischungen wie Himbeer-Ingwer, Ananas-Basilikum oder Mascarpone-Feigen. «Als Renner hat sich über die Jahre die Kombination aus Rosmarin und Honig erwiesen», sagt Helen Fässler. Auch Minze oder Lavendel seien sehr beliebt. Umgekehrt verkaufe sich die violette und hocharomatische Brombeerglacé nicht sonderlich gut. Warum das so sei, könne sie sich nicht erklären, sagt sie und lacht.

Das neue Lokal an der Weissbadstrasse 3 a ist der einzige Ort in Appenzell, wo man direkt an der Sitter sitzen und ein feines Glace essen kann. Die pastellfarbigen Gartenmöbel passen perfekt zum Angebot. Wer keine Lust auf Glacé hat, kann in gemütlicher Atmosphäre auch einfach einen guten Kaffee geniessen. Für einen Apéro eignet sich die Örtlichkeit ebenfalls. Das alte Wasserrad der Sägerei plätschert munter und hat erst noch einen positiven Nebeneffekt: Es produziert klimaneutralen Strom für die Herstellung und Kühlung der Glacé.

Hinweis: Die Gelateria von Helen Fässler ist bei «Glacéwetter» im Frühjahr und Herbst von Freitag bis Sonntag, im Sommer von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Je nach Wetterlage plant sie, die Öffnungszeiten auszudehnen.

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