Ein Gespräch über den Nachwuchs

Neulich erschienen wir beide mit Augenringen zur Arbeit. Sie: «Läck, um halb zwei und um halb fünf musste ich wegen ihm aufstehen.» Ich: «Ich auch. Und um drei.» Sie: «Was tun wir überhaupt hier?» Ich: «Uns unter Erwachsene mischen.

Christine König
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Bild: Christine König

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Neulich erschienen wir beide mit Augenringen zur Arbeit. Sie: «Läck, um halb zwei und um halb fünf musste ich wegen ihm aufstehen.» Ich: «Ich auch. Und um drei.» Sie: «Was tun wir überhaupt hier?» Ich: «Uns unter Erwachsene mischen.» Sie: «Wie lange dauert es eigentlich noch, bis sie durchschlafen?» Ich: «Schon noch ein Weilchen... Deiner kann immerhin selbständig essen.» Sie: «Nun ja. Aber er veranstaltet eine Riesen- sauerei.» Ich: «Meiner auch. Am besten würde ich alles mit Plastik abdecken.»

Sie: «Alleine gehen kann deiner noch nicht, oder?» Ich: «Nein. Er braucht noch Hilfe. Deiner wohl auch, oder?» Sie: «Naja. Man kommt vor allem überhaupt nicht vorwärts. Immer gibt es überall etwas zu entdecken.» Ich: «Kenn ich gut. Das Leben wird automatisch etwas gemächlicher mit den Kleinen. Wie sieht's denn mit Gehorchen aus?» Sie: «Nö. Klappt gar nicht. Aber spielen will er. Andauernd. Spielen, spielen, spielen.» Ich: «Meiner auch. Am liebsten nimmt er alles in den Mund.» Sie: «Ja, meiner ist voll in der Kauphase.» Ich: «Aber sie sind schon herzig. Wenn er mich anlächelt am Morgen...». Sie: «Wie er Freude hat, wenn er mich sieht...». Sie hat einen zehn Wochen alten Hund daheim, ich ein zehnmonatiges Kind.

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