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Ein Gamewinner wie gemalt beim Heimsieg des SC Herisau

Statt fünf diesmal nur ein Gegentreffer und der erste Saisonsieg: Beim Herisauer 2:1 gegen Prättigau im Sportzentrum hütet wieder die nominelle Nummer zwei das Tor.
Lukas Pfiffner
Gian-Andrea Thöny (rechts) macht Druck auf das Tor von Sandro Speck; links der Herisauer Verteidiger Joel Bohlhalder. (Bild: Lukas Pfiffner)

Gian-Andrea Thöny (rechts) macht Druck auf das Tor von Sandro Speck; links der Herisauer Verteidiger Joel Bohlhalder. (Bild: Lukas Pfiffner)

Vier Tage zuvor hatte Herisau in Widnau nach 59 Minuten und 51 Sekunden den Ausgleich kassiert. Daran dachte am Mittwoch wohl manch ein Zuschauer, als das Ende nah war und der SCH knapp führte. Aber Sandro Speck, der Torhüter, nicht. «Ich hatte dafür keine Zeit. Und es wäre falsch gewesen.» Sieben Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels wehrte der 26-Jährige einen Schuss Mazzas spektakulär mit der Fanghand ab – es war die Schlüsselparade auf dem Weg zum ersten Saisonsieg. Mit der Schlusssirene setzte Kessler den Puck in aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Prättigaus Captain blieb ein Kopfschütteln – und dem Ausserrhoder Goalie die Feststellung: «Wir haben es verdient, zu gewinnen.»

Speck stammt aus dem eigenen Nachwuchs und hat die deutliche Mehrheit der Spiele bei den Aktiven in der zweiten Mannschaft absolviert. Natürlich habe er das Ziel gehabt, zu spielen und seine Chance zu nützen, als er im Frühling ins 1.-Liga-Kader aufgenommen wurde. Der acht Jahre ältere Marc Klingler, seit 2014 ein sehr wichtiger Faktor im SCH, stieg als nominelle Nummer eins in den Herbst. Dass Speck nun in den ersten vier 1.-Liga-Partien zu drei Einsätzen kam, hängt mit den Umständen zusammen: Nach dem Militärdienst ist Klingler derzeit in den Ferien mit seiner Familie.

Sehr dominanter Auftritt zu Beginn

Am wenigsten zu tun hatte Speck im ersten Drittel. Da trat seine Mannschaft während einer Viertelstunde dominant auf, war spielbestimmend. Der SCH behauptete sich an der Scheibe und an den Banden entlang, er hatte ein hohes Tempo und mehr Schüsse. «Etwa so stellen wir uns das vor», meinte Trainer Markus Rechsteiner. Die Präzision im Abschluss fehlte allerdings.

Von den Bündnern war zunächst nicht viel zu sehen, bis zwei Pucks an Specks Maske prallten. Ab dem zweiten Drittel gelang es den Ausserrhodern nicht mehr, über längere Zeit das Geschehen zu bestimmen; Herisau wie Prättigau verzeichneten bessere und schwierigere Momente, die sich abwechselten.

Aus der Tiefe ideal bedient

Einmal wehrte Speck in Unterzahl noch glänzend ab (23.), beim Schuss Maruggs von der blauen Linie (im nächsten Prättigauer Powerplay) verdeckte ihm Thöny aber die Sicht: der Puck flog zum 0:1 ins Tor. 86 Sekunden später traf Marco Koller auch in Überzahl von der blauen Linie zum Ausgleich. Pace, Rotzinger, Hof­stetter und Gartmann vergaben für die Ausserrhoder in dieser Phase grosse Möglichkeiten, auch bei den Gästen stand es um die Konzentration im Abschluss nicht allzu gut. Es gab nur noch ein einziges Tor, dieses war dafür umso schöner: Verteidiger Jeitziner bediente nach 45 Minuten aus der eigenen Zone heraus Timo Koller ideal in den Lauf, und dieser vollendete den lehrbuchmässigen Angriff souverän.

Auch am Samstag hütet Speck das Tor

Zuvor hatte Herisau 2018/19 stets fünf Gegentreffer hinnehmen müssen. Dass es diesmal bei einem blieb, kann die Mannschaft auf der Positivseite in die nächste Partie nehmen.

Weniger gut in Erinnerung bleibt das letzte SCH-Überzahlspiel des Abends. Statt Druck zu entwickeln und die Entscheidung anzustreben, gab es Missverständnisse und eine flächendeckende Verunsicherung, die in die finalen Turbulenzen mündete. «Das wird gegen die Pikes wohl wieder eng», sagt Sandro Speck, der auch am Samstag das Tor hüten wird. Wie Herisau haben die Oberthurgauer nach drei Niederlagen vorgestern gewonnen (8:2 gegen Rheintal). Vor dem Derby sind die beiden Teams punktgleich.

Herisau – Prättigau 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Sportzentrum. – 304 Zuschauer. – Sr. Leutenegger, Halberstadt/Hollenstein.

Tore: 29. (28:15) Marugg (Kessler, Thöny, Ausschluss Hofstetter) 0:1. 30. (29:41) M. Koller (Aerni, Bommeli, Ausschluss Rossi) 1:1. 45. T. Koller (Jeitziner) 2:1.

Herisau: Speck; Bleiker, Olbrecht; Hofstetter, Jeitziner; Homberger, M. Koller; Studerus, Bohlhalder; Grau, Rotzinger, Bommeli; Popp, Gartmann, Speranzino; Aerni, Pace, T. Koller; Holdener, Hausammann, Heinrich.

Prättigau: Kotry; Marugg, Raganato; Willi, Peterhans; Durisch, Stiffler; Rossi, Christen, Carnot; Hertner, Thöny, Siegrist; Mazza, Naef, Kessler; Hemopo, Mullis, Depeder.

Strafen: Herisau 5-mal 2 Minuten, Prättigau 8-mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe Rossi (Check gegen die Bande).

Bemerkungen: Herisau ohne Klingler (Ferien), Biefer, Grüter, Brügger und Inauen (überzählig).

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