Ein Gaiser will hoch hinaus

GAIS. Die Fernsehsendung «Hoch hinaus – das Expeditionsteam» geht in die nächste Runde. Auch in der zweiten Staffel ist der Gaiser Lukas Hinterberger wieder mit von der Kletterpartie. Das Ziel ist die Erstbesteigung eines Berges im Ausland.

Karin Erni
Drucken
Teilen
Lukas Hinterberger in der Vorbereitungsphase. (Bild: pd)

Lukas Hinterberger in der Vorbereitungsphase. (Bild: pd)

Der Schweizerische Alpenclub SAC hat ein Expeditionsteam für Jugendliche ins Leben gerufen. Dafür hat er vor rund einem Jahr die fünf Teilnehmer aus 20 Schweizer Klettertalenten selektioniert. Das Selektionsverfahren wurde vom Schweizer Fernsehen SRF gefilmt und in einer mehrteiligen Serie ausgestrahlt. Nun folgt die Fortsetzung, denn die fünf besten Jungbergsteiger der Schweiz haben ein grosses Ziel: die Erstbesteigung eines Berges im Ausland. Sie wollen einen Weg finden, den noch niemand zuvor gegangen ist. Der Gaiser Lukas Hinterberger ist eines der Mitglieder im SAC Expeditionsteam.

Viel profitiert

Während eines Jahres brachte ein Bergführer des SAC dem Nachwuchs alles bei, was es braucht, um eine Expedition zu planen, zu finanzieren, durchzuführen und zu überleben. Er habe in dieser Zeit viele wichtige Kontakte knüpfen können, sagt Lukas Hinterberger. «Von unserem Leiter Denis Burdet konnten wir extrem profitieren und viel lernen.» Im Ausbildungsjahr, das rund 40 Ausbildungstage umfasste, habe er Einblick in Bereiche wie «Big Wall» und Rissklettern erhalten. «Solche Klettereien findet man in dieser Region leider nicht. Zudem bin ich nun viel öfter am Berg und bewege mich noch intensiver als früher, sei das am Griffbrett, beim Bouldern in der Halle oder draussen in der Natur», so der 22-Jährige. Was der Gaiser und seine Kameraden alles erlebt haben, zeigt die zweite, vierteilige Staffel der Doku-Serie «Hoch hinaus». SRF begleitet die Teammitglieder auf einer ihrer letzten gemeinsamen Touren vor der Expedition. Auf dem Weg zum Gipfel des Mont Blanc werden sie mit Situationen konfrontiert, in denen sie gemeinsam harte Entscheidungen fällen müssen.

Expedition in China

Im kommenden Sommer folgt der Höhepunkt der Ausbildung, eine 40tägige Expedition. Sie führt die Gruppe in das Tien Shan Gebiet, ein grosses Gebirgsmassiv im Westen Chinas, direkt an der Grenze zu Kirgistan. Es ist eines der grössten Bergmassive in Zentralasien und erstreckt sich über 2800 Kilometer Länge. Der chinesische Teil dieses Massivs werde sehr selten besucht und biete daher ein hohes Potenzial für Erstbesteigungen, sagt Hinterberger. «Das Gebirge ist sehr wild und die grossen Bergketten, die bis auf 7439 Meter über Meer ragen, sind durch riesige Gletscher gegliedert.» Hinterberger ist gespannt auf die weitere Organisation der Expedition. «Dies ist extrem komplex und man muss sehr viel beachten.» Er hofft auch, dass die Teammitglieder weiterhin so gut zusammenarbeiten wie bisher. «Die 40tägige Expedition wird für mich ein einmaliges Highlight werden. Ich freue mich auf viele schöne Momente in den Bergen und dass wir alle gesund und glücklich zurück in die Schweiz kommen.»

«Hoch hinaus – Das Expeditionsteam», zweite Staffel: Montag, 28., und Mittwoch, 30. Dezember, jeweils 19.05 bis 20 Uhr, auf SRF2.

Bild: KARIN ERNI

Bild: KARIN ERNI

Aktuelle Nachrichten