Ein Flüchtlingsdrama, aktuell wie damals

Reise der Hoffnung Der Film von Xavier Koller stammt von 1989 und doch ist die Geschichte so aktuell wie damals. Im Film will eine alevitische Familie mit sieben Kindern auf illegale Weise in die Schweiz auswandern.

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Eine alewitische Familie will in Xavier Kollers «Reise der Hoffnung» illegal in die Schweiz auswandern. (Bild: Outnow)

Eine alewitische Familie will in Xavier Kollers «Reise der Hoffnung» illegal in die Schweiz auswandern. (Bild: Outnow)

Reise der Hoffnung Der Film von Xavier Koller stammt von 1989 und doch ist die Geschichte so aktuell wie damals. Im Film will eine alevitische Familie mit sieben Kindern auf illegale Weise in die Schweiz auswandern. Die Eltern, Haydar und Meryem, machen sich mit dem siebenjährigen Sohn Mehmet Ali auf die Reise in das Land, welches sie nur von Postkarten kennen; die anderen Kinder sollen später nachgeholt werden. In Italien nimmt sie der Lastwagenfahrer Ramser gegen Bezahlung von 300 DM an die Schweizer Grenze mit, wo die Einreise infolge fehlenden Visums verweigert wird. Am Bahnhof von Mailand gerät die Familie in die Hände von Schleppern. Sie soll zu Fuss über die Berge wandern. Im Schneesturm auf dem Splügenpass stirbt Mehmet Ali in den Armen seines Vaters an Erschöpfung. Haydar wird festgenommen. Der Film endet mit Ramsers Besuch im Gefängnis.

Samstag, 3. September, 20.00 CH 1989 Dialekt/D/f 108 Min. 16/14

Schellen Ursli Zu Ehren des Eröffnungs-Gastes, Xavier Koller, wird noch einmal Schellen Ursli gespielt. Ursli verbindet eine tiefe Freundschaft zu der gleichaltrigen Seraina, die mit ihren Eltern im nahegelegenen Maiensäss übersommert. Als bei der Alpabfahrt ein Teil der Ernte verloren geht, muss sich Urslis Familie beim wohlhabenden Ladenbesitzer des Dorfes verschulden. Für Ursli bricht eine Welt zusammen, denn er soll sein Zicklein Zila dem reichen Krämersohn Roman abgeben. Als er für den «Chalanda Marz»-Umzug auch noch die kleinste Glocke erhält, stürzt er sich in ein kühnes Abenteuer, um die grosse Glocke aus dem eisigen Maiensäss zu holen.

Samstag, 3. September, 17.30 CH 2015 Dialekt 100 Min. 6/4

Jason Bourne Matt Damon schlüpft wieder in seine Kultrolle als Jason Bourne. Auch Paul Greengrass, der schon bei The Bourne Supremacy und The Bourne Ultimatum Regie geführt hat, sitzt wieder im Regiestuhl des nächsten Kapitels der Bourne-Franchise, in welcher der Auftragskiller der CIA gezwungen wird, seine wahre Identität preiszugeben. Alicia Vikander, Vincent Cassel und Tommy Lee Jones vervollständigen neu den Cast um Matt Damon, während Julia Stiles erneut ihre Rolle als Nicky einnimmt. Frank Marshall zeichnet als Produzent verantwortlich, zusammen mit Jeffrey Weiner für Captivate Entertainment sowie Paul Greengrass, Matt Damon, Gregory Goodman und Ben Smith.

Sonntag, 4. September, 18.00 Mittwoch, 7. September, 20.15 USA 2016 Deutsch 123 Min. 14/12

Retour chez ma mère Ein klassischer Mutter-Tochter Konflikt als wunderbar amüsante Komödie inszeniert: Architektin Stéphanie steht mit Mitte 40 vor den Scherben ihrer Karriere. Als Notlösung zieht sie bei ihrer Mutter ein, da sie sich ihre Miete nicht mehr leisten kann. Stéphanie findet die Situation alles andere als prickelnd, aber auch ihre Mutter ist nicht begeistert vom Einzug ihrer Tochter, da sie nun die Affäre mit ihrem Nachbarn und so einige andere Dinge vertuschen muss. Willkommen in einem feindlichen, geheimnisvollen Umfeld der Familie.

Sonntag, 4. September, 18.00 Dienstag, 6. September, 20.15 F 2016 F/d 97 Min. 8/6

Pete's Dragon Seit Jahren erfreut Holzschnitzer Mr. Meacham die Kinder aus der Nachbarschaft mit Geschichten über einen wilden Drachen, der in den tiefen Wäldern des Pazifischen Nordwestens lebt. Für seine Tochter Grace, Försterin in der Umgebung, waren diese Geschichten nie mehr als Legenden, bis sie den Jungen Pete kennenlernt. Der mysteriöse Zehnjährige hat weder Familie noch ein Zuhause und behauptet, zusammen mit einem gigantischen grünen Drachen namens Elliot in den Wäldern zu leben. Auf wundersame Weise hat das Wesen aus Pete's Beschreibungen grosse Ähnlichkeit mit dem Drachen aus Mr. Meachams Geschichten. Zusammen mit der elfjährigen Natalie, der Tochter von Sägewerkbesitzer Jack, macht es sich Grace zur Aufgabe, Pete's Herkunft und das Geheimnis seines Drachens zu lüften.

Samstag, 3. September, 17.30 Sonntag, 4. September, 15.00 Mittwoch, 7. September, 15.00 USA 2016 Deutsch 103 Min. 6/4

Un homme à la hauteur – Mein ziemlich kleiner Freund Diane ist eine erfolgreiche Anwältin, die vor ein paar Jahren das letzte Kapitel ihrer Ehe abgeschlossen hat. Seither gibt es niemanden in ihrem Leben. Kein Mann, der auf ihrer Höhe wäre. Dann verliert Diane ihr Handy und hat plötzlich einen Mann am Telefon. Derjenige, der es gefunden hat, scheint charmant zu sein, heisst Alexandre und ist ein bekannter Architekt. Ihr erstes Treffen nimmt eine ungeahnte Wendung… Eine romantische Komödie mit Virginie Efira und Jean Dujardin in einer Rolle, wie man ihn noch nie gesehen hat.

Montag, 5. September, 20.15 F 2016 F/d 98 Min. 8/6

Vor der Morgenröte Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis: Stationen im Leben von Stefan Zweig, die ihm trotz gastfreundlicher Aufnahme und grosser Anerkennung die Heimat nie ersetzen konnten. Schon 1934 hatte der jüdische, österreichische Schriftsteller und Pazifist, der den Niedergang Europas früh voraussah, seine Heimat verlassen. Er ist nie mehr aus dem Exil zurückgekehrt. Regisseurin Maria Schrader («Liebesleben») erzählt episodisch aus Zweigs Zeit in Nord- und Südamerika – von seinem ersten Aufenthalt in Brasilien und der Teilnahme am P.E.N.-Kongress in Buenos Aires 1936, über den Besuch New Yorks 1941, bis zu seinem Tod im folgenden Jahr in Petrópolis. Dort schrieb Zweig, zu seiner Zeit zusammen mit Thomas Mann der meistübersetzte deutschsprachige Schriftsteller, sein wohl berühmtestes Werk: «Die Schachnovelle». «Vor der Morgenröte» gewinnt durch die Fokussierung auf einzelne Stationen von Stefan Zweigs Leben Intensität und Tiefe: ein bildgewaltiger, sorgfältig ausgestatteter, herausragend gespielter Film über einen grossen Autor; eine Geschichte über das Verlieren der alten und das Suchen nach einer neuen Heimat.

Montag, 5. September, 20.15 GER/F/AU 2016 Deutsch, Spieldauer 106 Min. 8/6

Mother's Day Nachdem Gary Marshall mit Valentinstag und Happy New Year bereits zwei Feiertage filmisch als Ensemblefilm umgesetzt hat, widmet er sich nun zusammen mit Julia Roberts dem Mother's Day, dem Muttertag. Mother's Day ist beinahe auf der ganzen Welt ein Tag, an dem man seiner Mutter zeigt, wie gern man sie hat und wie dankbar man ihr ist. So entfalten sich in Mother's Day zahlreiche Geschichten über unterschiedliche Mütter, die mehr oder weniger lose miteinander verbunden sind. Die Mütter stehen alle mitten im Leben, während der Feiertag näher rückt. An diesem Tag werden sie schliesslich mit ihren Söhnen und Töchtern zusammentreffen werden.

Dienstag, 6. September, 20.15 USA 2016 Deutsch 118 Min. 8/6

Conni & Co. Eine leichte, amüsante Spätsommer-Geschichte mit moralischen Ansprüchen. Teeny-Star Emma Schweiger bekommt viel zu tun. Conni besucht die weiterführende Schule. Ihre Liebe zu Tieren wird zur echten Herausforderung, als sie einen Hundewelpen aus dem heissen Inneren eines Autos befreit. Blöd nur, dass sowohl Auto als auch Hund dem Direktor der Schule gehören. Das Thema Tierschutz wird zur Familiensache, da auch Connis Oma Liane nach ihrer Pensionierung auf einem Gnadenhof für alte und ausgesetzte Tiere gebraucht wird. Die Dramatik der Situation und Connis Engagement haben jedoch eine Kehrseite: Connis starkes Selbstbewusstsein bringt sie nicht nur in Schwierigkeiten, sondern belastet auch ihre Freundschaft zu Paul und die Beziehung zu ihren Eltern.

Mittwoch, 7. September, 15.00 Sonntag, 4. September, 15.00 D 2016 Deutsch 104 Min. 6/4

Captain Fantastic Der hochgebildete Ben (Viggo Mortensen) lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen, mitsamt den Sprösslingen seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Grosseltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie dramatischer Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig in Frage stellen.

Samstag, 3. September, 20.15 Mittwoch, 7. September, 20.15 USA 2016 E/d 118 Min. 12/10

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