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Verein "Weiterbildung Appenzeller Mittelland" feiert Jubiläum

Sein 25-Jahr-Jubiläum feiert der Verein «Weiterbildung Appenzeller Mittelland» heute. 700 Teilnehmende besuchen jährlich die angebotenen Kurse. Mit der Auslastung sind die Verantwortlichen zufrieden.
Astrid Zysset
Einblick in einen Kalligrafie-Kurs des Vereins «Weiterbildung Appenzeller Mittelland». (Bild: PD)

Einblick in einen Kalligrafie-Kurs des Vereins «Weiterbildung Appenzeller Mittelland». (Bild: PD)

Am Dienstagabend feiert der Verein «Weiterbildung Appenzeller Mittelland» in der Sticki 51 in Niederteufen sein 25-jähriges Bestehen. Fernab der Öffentlichkeit, in bescheidener Manier. 35 Gäste werden erwartet. «Wir hatten darüber gesprochen, ob wir im grossen Rahmen feiern möchten, haben uns dann aber dagegen entschieden», sagt Vereinspräsident Dieter Leopold.

Der Verein wirkt fernab des grossen Rummels, fährt keine Werbekampagnen. Trotzdem ist man mit der Auslastung zufrieden: Rund 90 der angebotenen 100 bis 120 Kurse pro Jahr erreichen genügend Anmeldungen und werden tatsächlich durchgeführt. Das ergibt zusammengerechnet 700 Teilnehmende pro Jahr. «Mehr Kurse möchten wir nicht anbieten. Das könnten wir gar nicht bewältigen», sagt Leopold. Es sei eine Frage der Kapazität. Ansonsten müsste das Sekretariat aufgestockt und weitere freiwillige Kursorganisatorinnen gesucht werden. Letztere nennt der Vereinspräsident die «guten Seelen», ohne die es nicht gehen würde. Die 13 Frauen in den fünf Mittelländer Gemeinden arbeiten ehrenamtlich. Sie sind es, die neue Ideen suchen und etwaige Kursleiter anschreiben wie auch begleiten. Ein grosser Aufwand. «Das grosse Engagement der Kursorganisatorinnen aber auch die Unterstützung der Gemeinden, auf die wir zählen können, macht unseren Erfolg aus. Nur auf diese Weise können wir ein kostengünstiges Angebot schaffen.» Und dieses gilt als der Grundstein für das langjährige Vereinsbestehen. «Und die Verbundenheit mit dem Lokalen, der Bevölkerung. Wir stossen auf ein grosses Wohlwollen gegenüber unserem Angebot», fügt Leopold an.

Die Preise für die Teilnahme an einem Kurs sind im Vergleich zur Konkurrenz relativ tief. Das trifft aber nicht auf alle Angebote zu. «Wir hatten mal einen Sushi-Kochkurs für 160 Franken pro Abend ausgeschrieben. Ich hatte Zweifel, ob sich Interessenten bei diesem Preis überhaupt finden lassen. Doch der Kurs war ausgebucht», erinnert sich Leopold.

Aus Eigeninitiative entstanden

Zuspruch finden Kursangebote, die handwerkliche Fertigkeiten erfordern. So beispielsweise gibt es Wartelisten fürs Flötenspielen, zum Klöppeln oder auch für den Bau von Metallfiguren für Haus und Garten. Aber nicht alle Kurse sind ein Erfolg. «Wir probieren unsere Ideen einfach aus. Wenn sich keine Teilnehmenden finden, wird der Kurs das nächste Mal nicht mehr durchgeführt», erklärt Leopold. Zweimal im Jahr findet eine Programmsitzung statt, an der das nächste Halbjahresprogramm verabschiedet wird. Ins Programm aufgenommen, werde alles, was «Körper, Seele, Geist, Basteln, Bewegung oder auch Sprachkurse» abdeckt, fasst der Vereinspräsident zusammen. Wichtig jedoch: Die Kurse müssen selbsttragend sein.

Der Ursprung des Vereins «Weiterbildung Appenzeller Mittelland» findet sich 1993. Die früheren Volkshochschulen aus den 1960er Jahren haben ihren Betrieb mangels Interesse eingestellt. Die entstandene Lücke nahmen vorerst die kaufmännische und gewerbliche Berufsschulen sowie Bildungszirkel in den Gemeinden wahr. 1993 fingen Frauen in Teufen an, auf eigene Faust Kurse anzubieten. Mit Erfolg: Die ersten elf wurden von insgesamt 121 Teilnehmenden belegt. 2006 folgte die Vereinsgründung, um sichere finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Vereinsmitglieder sind bis heute die fünf Mittelländer Gemeinden. Diese sind es auch, welche die Infrastruktur für die Durchführung der Kurse bereitstellen und einen jährlichen Beitrag von 500 Franken leisten. «Wenn wir die Raummieten bezahlen müssten, könnten wir nicht überleben», so Leopold. Seit 2016 besteht ein Leistungsauftrag des Kantons bezüglich Angebot an Deutschkursen für Fremdsprachige. Der Verein schliesst dadurch jeweils mit einer schwarzen Null ab. Leopold ist froh: «Wer weiss, vielleicht schaffen wir es dann auch, ein 50-Jahr-Jubiläum zu feiern.»

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