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Ein «Dorfhuus» für Rehetobel

Vor 20 Jahren ebnete er mit dem Wiederaufbau des «Gupf» den Weg für ein Gourmetrestaurant, jetzt erstellt Migg Eberle mitten im Dorf ein Hotel mit Restaurant, Tiefgarage und vielen Besonderheiten.
Monika Egli

Gestern war Spatenstich: Zwischen dem Gemeindehaus und der reformierten Kirche entsteht ein Hotel-Restaurant, das laut Bauherr Migg Eberle der Dorfbevölkerung eine moderne, gemütliche Gaststätte bieten wird. Dass ausserdem ein Hoteltrakt dringend nötig ist, hat nicht nur mit fehlenden Gastbetten in der Gemeinde, sondern vor allem mit den «Gupf»-Gästen zu tun. Die Zimmer, über die das renommierte Feinschmeckerlokal verfügt, reichen schon lange nicht mehr aus. Wer den «Gupf» mit seinem imposanten Weinkeller besucht, will kaum nur Mineralwasser trinken und auch nicht mehr nach Hause fahren. Denn die Gäste kommen von weit her, erst recht, seit «Gault-Millau» das Restaurant mit 18 Punkten und Walter Klose als «Aufsteiger des Jahres» fast ganz in den Gourmethimmel gehoben hat.

Es ist ausdrücklich Migg Eberles Vorhaben, aus dem entstehenden «Dorfhuus» einen Wohlfühlort für alle zu schaffen. «Es entsteht ein einfaches, normales Restaurant. Noch einen Gourmetbetrieb brauchen wir nicht.» Darauf weist auch seine Stellvertreterin Sila Zinsli hin, die in einer kurzen Ansprache betont, dass das «Dorfhuus» für Vereine, Handwerker, Wanderer, einfach die ganze Dorfbevölkerung, geschaffen werde.

Neue Arbeitsplätze, auch für Lehrlinge

Migg Eberle steckt an die zehn Millionen Franken in das neue Haus. Betreiberin wird die Gupf AG, zu der auch «Gupf»-Chef Walter Klose gehört. Dieser ist am Spatenstich ebenfalls anwesend und erklärt, dass «Betreiberin» nicht bedeute, dass sich am Mitarbeiterstab im «Gupf» etwas ändere. Es werden für die rund 20 Arbeitsplätze im «Dorfhuus» neue Mitarbeitende rekrutiert; auch Lehrlinge sollen hier ausgebildet werden. Migg Eberle rechnet mit der Eröffnung im Frühjahr 2020.

Wo der Aushub für das «Dorfhuus» bereits im Gange ist, betrieb Richard Solenthaler während rund 20 Jahren die Solenthaler Textil AG. Es folgte eine Schreinerei, dann sollte an dieser Stelle ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Die Baubewilligung lag bereits vor, als den Initianten das Geld ausging. Migg Eberle erwarb das bewilligte Projekt und musste nur noch eine Umnutzung sowie die Tiefgarage bewilligen lassen. Sila Zinsli bedankte sich beim anwesenden Gemeinderat Richard Sennhauser für die speditive Arbeit der Gemeinde.

Vielleicht erhält Migg Eberle bald das Rehetobler Ehrenbürgerrecht? Denn ohne sein Engagement müsste sich das Dorf bei den vielen Schlafgemeinden einreihen, in denen man zwar gerne wohnt, die sonst aber kaum von sich reden machen.

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