Ein Dorf im Fest- und Fussballfieber

Das 13. Dorffest in Nassen ging am Wochenende wiederum mit vielen Höhepunkten über die Bühne. Am Samstagabend stand das «Nassissimo» mit einer Millionen-Verlosung im Vordergrund. Am Sonntag ging es bei der Challenge lustig zu und her.

Melanie Graf
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Nassen. Benissimo war gestern. Die Kinder von Nassen, die Kivona, machten der Fernsehsendung von Beni Thurnheer mächtig Konkurrenz. Sie stellten am Samstagabend am Nassnerfest ein Programm auf die Beine, das die Benissimo-Verantwortlichen vor Neid erblassen lassen würde. Und dabei war die ganze «Sendung» fast alleine in Kinderhand.

Mogelsbergerin gewinnt Million

33 Kinder aus dem Dorf und den umliegenden Weilern, Kinder im Vorschulalter bis zum Jugendlichen, beteiligten sich an der Show, brachten ihre eigenen Ideen ein und setzten diese während ihrer Freizeit und mit Hilfe von Franziska Burtscher, Nicole Bischof, Manuela Gantenbein und Sarah Roth um. Die Kinder mimten zur Begeisterung des Publikums die Tanz- und Sketchfriends, lieferten musikalische und gesangliche Beiträge, zeigten Mummenschanz und Akrobatikvorführungen. Zwischen den Darbietungen wurden die farbigen Kugeln mit den Sofort-Preisen und der Chance auf den Millionengewinn von den jugendlichen Moderierenden Riccarda Iten und Philipp Bischof unters Publikum gebracht. Die Million gewann am Ende Zuschauerin Ruth Frei aus Mogelsberg. Sie durfte eine Million Reiskörner mit nach Hause nehmen.

Lustige Challenge

Lieder des Bäuerinnenchörlis Nassen und ein Sketch von Leni Alder, Erika Eggenberger und Irene Winteler rundeten das Abendprogramm ab. Das Nassissimo am Samstagabend war nur einer der Höhepunkte, welchen das Dorffest in Nassen zu bieten hatte. Begonnen hatte das Fest, bereits am Freitagabend mit der Highnoon-Party. Am Samstagmorgen begann das Grümpelturnier, mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der ganzen Region.

Der Regen am Morgen machte das rote Fussballfeld rutschig. Die Kinder und Jugendlichen kämpften trotzt den erschwerten Umständen mit vollem Einsatz. Bald drängte sich die Sonne hervor, liess das Publikum den Regenschirm und die Regenjacke, gegen T-Shirt und Softeis tauschen. Am Sonntagmorgen fand im Festzelt der ökumenische Gottesdienst statt.

Lustige Gestalten

Am Nachmittag startete, von einem kleinen Marktbetrieb umrahmt, die Nassner Challenge. Agenten, Heubuuch-Kandidaten, Rotkäppchen, Urwaldforscher, Schwinger und andere lustige Gestalten spielten gegeneinander, unter der heissen Sonne und dem Gelächter der Zuschauerinnen und Zuschauer Fussball und liefen in einem Geschicklichkeitsparcours gegen die Zeit. Der Regen kühlte die verschwitzten Challenge-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer kurz vor Schluss ab, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

OK-Mitglied Armin Bischof zeigte sich zufrieden: «Das Festzelt am Samstag war voll und die Kinder von Nassen übertreffen sich jedes Jahr mit ihren Darbietungen selbst.» Es sei auch immer wieder schön zu sehen, dass das Grümpeli eine treue Anhängerschaft habe. «Es war ein gelungenes Wochenende», fasste Bischof zusammen.