Ein Dokfilm mit Schwung

WATTWIL. Der Schweizer Komiker Beat Schlatter stieg am Eidgenössischen in Frauenfeld in den Sägemehl-Ring und trat gegen einen Jungschwinger an. Seine Lust am Schwingen verfilmte er in einem Dokumentarfilm mit Toggenburger Beteiligung.

Katharina Rutz
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Nöldi Forrer an der Premiere des Dokumentarfilms «Hoselupf». Der Film, in dem Beat Schlatter das Fürchten und das Schwingen lernt, läuft heute im Kino Passerelle in Wattwil an. (Bilder: pd)

Nöldi Forrer an der Premiere des Dokumentarfilms «Hoselupf». Der Film, in dem Beat Schlatter das Fürchten und das Schwingen lernt, läuft heute im Kino Passerelle in Wattwil an. (Bilder: pd)

«Hätte er doch seinen Mund nicht so weit aufgerissen: Als Komiker Beat Schlatter an einem Schwingfest behauptet, dass er die jugendlichen Schwinger locker bezwingen könnte, steht plötzlich einer hinter ihm und fordert ihn zum Duell», heisst es über den Anstoss zum Dokfilm «Hoselupf». Beim Eidgenössischen soll die Entscheidung fallen. Bis dahin bleibt für den Zürcher «Schnurri» Zeit, um zu trainieren und den Schwingsport kennen zu lernen. Er trifft sich mit Grössen wie Stucki, Forrer und Laimbacher und spricht mit ihnen über die Bedeutung des Sports für die Schweiz, Frauen im Ring und über seine Chancen gegen den Jungschwinger.

Auf die Schippe genommen

«Beat Schlatter trainierte ein halbes Jahr lang im Schwingkeller in Zürich, den er heute noch bisweilen besucht», weiss Nöldi Forrer. Den Toggenburger wird man im Dokfilm bei der Arbeit während eines Interviews beobachten können. «So beschränkte sich der Aufwand für den Film für mich auf wenige Stunden», sagt der Spitzenschwinger aus Stein. Vom Resultat der Filmarbeiten ist Nöldi Forrer, der dem Drehbuch anfänglich skeptisch gegenüberstand, positiv überrascht. «Man kann 90 Minuten lachen. Der Film ist lustig und gut gemacht, auch wenn der eine oder andere auf die Schippe genommen wird», sagt er. Der Film gebe zudem einen guten Einblick für Schwinglaien.

Städter motivieren

Er hofft, dass der Film die städtische Jugend für den Schwingsport begeistert. «Schlatter trainierte in der Stadt Zürich, wo wohl kaum jemand weiss, dass es einen Schwingkeller gibt», sagt Nöldi Forrer.