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Ein Damenbrieflein von grossem Wert

Der ungewöhnliche Brief an John de Speyr mit gleich acht Briefmarken. (Bild: APZ)

Der ungewöhnliche Brief an John de Speyr mit gleich acht Briefmarken. (Bild: APZ)

Das Auktionshaus Rölli Auktionen & Philatelie aus Luzern versteigerte am Freitag einen ungewöhnlichen Briefumschlag aus Appenzell. Für 2200 Franken wechselte dieser den Besitzer. Der Startpreis lag bei 300 Franken. Der Brief wurde 1862 vom Appenzellerland aus nach London an einen John de Speyr gesendet. Der Absender ist unbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass es ein sogenanntes Damenbrieflein ist. Der Brief hat ein kleines Format, was meist Frauen aus besseren Kreisen benutzt haben. Ungewöhnlich ist daran, dass das Brieflein mit sechs blauen und zwei weiteren Strubel-Marken – die Marke hat ihren Spitznamen von der zerzausten Frisur der abgebildeten Helvetia – frankiert wurde, anstelle von zwei Marken mit grösserem Wert. Der Brief war einer der ersten, welcher mit einem Briefumschlag gesendet wurde. Damals war es üblich, dass sogenannte Faltbriefe verwendet wurden.

Dieser Umschlag ist interessant für Strubel-Marken-Sammler und Philatelisten, die sich auf Briefe aus dem Appenzellerland konzentrieren. Das Damenbrieflein stammt aus der Sammlung eines Philatelisten aus Basel, welcher Briefe aus dem Appenzell – der Heimat seiner Ehefrau – sammelte. Nun hat er seine Versammlung verkauft. (cap)

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