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Ein buddhistisches Zentrum ist im Appenzeller Vorderland

Im Haus Tao in Wolfhalden dreht sich alles um den Buddhismus. Mit Marcel Geisser vermittelt ein erfahrener Zen-Meister die buddhistische Lehre.
Bruno Eisenhut

WOLFHALDEN. Das «Haus Tao» ist ein buddhistisches Praxis- und Studienzentrum der Sati-Zen-Gemeinschaft. Es steht im Ortsteil Hinterlochen in Wolfhalden, nahe der Grenze zu Thal. Die natürliche Ruhe von Haus und Umgebung seien ideale Voraussetzungen für die Praxis des meditativen Weges, heisst es seitens der Betreiber. Leiter des Zentrums ist Marcel Geisser (siehe Kasten). 1986 erwarb er die Liegenschaft in Hinterlochen, welche mittlerweile im Besitz der «Stiftung für achtsames Leben» (siehe Kasten) ist.

Sati-Zen: Eine spezifische Form

Die Sati-Zen-Gemeinschaft ist eine spezifische Form der buddhistischen Zen-Tradition und kann nur schlecht mit anderen Zen-Traditionen verglichen werden. Sie verbindet die traditionelle Praxis der Achtsamkeit mit der nicht-dualistischen Perspektive der Zen-Tradition und deren Betonung der Umsetzung im Alltag. «Sati» steht für Achtsamkeit, «Zen» betont die grundlegende Nicht-Dualität und weist direkt auf die Buddha-Natur.

Kurse ohne fixes Honorar

Im Haus Tao in Wolfhalden werden Meditationstechniken vermittelt. Solche, die im Alltag nützlich seien, so Marcel Geisser. Es gehe nicht darum, Christen zu Buddhisten zu bekehren, darin bestehe kein Interesse. Mittels Einführungskursen in die Praxis des Sati-Zen können Interessierte die buddhistische Praxis vom Haus Tao kennenlernen. Mit vertiefendem Training ist eine kontinuierliche Weiterbildung in der Sati-Zen-Praxis vorgesehen. Es besteht auch die Möglichkeit für ein Studium, welches die Meditation und das Verständnis der Buddha-Lehre unterstützt. Dieses hat aber eine umfassende Auswirkung auf den Alltag der ausübenden Person. Eine Absprache zwischen dem Lehrer und den Teilnehmenden des vertiefenden Trainings (Schnupperwochenende) wird als Bedingung genannt. Entsprechend der buddhistischen Tradition fordern die Lehrenden kein festes Honorar für ihr Unterrichten. Dieses wird von den Kursteilnehmenden nach freiem Ermessen am Ende des Kurses geleistet.

Wertvolle Offenheit

Für Personen, die sich dem Buddhismus im allgemeinen und dem Haus Tao im speziellen zugewandt fühlen, besteht der Verein Haus Tao. Derzeit zählt dieser rund 100 Mitglieder, erklärt Vereinspräsidentin und Schülerin von Marcel Geisser, Dagmar Jauernig. Überregionaler Herkunft seien die Mitglieder, gar aus Deutschland und Österreich, antwortet Jauernig auf die entsprechende Frage. Ebenso erklärt die angehende Yogalehrerin, dass die Religion für einen Kursbesuch im Haus Tao keine Rolle spiele. «Wir stellen unseren Kursbesuchern die Frage nach der Religionszugehörigkeit nicht», so Jauerig. Sie, und mit ihr alle anderen Lehrenden im Haus Tao, schätzen die Offenheit für neue Formen des Glaubens im Appenzeller Vorderland. «In der Nachbarschaft spüren wir Wohlwollen unserer Religion gegenüber», so Jauerig.» Die Tatsache, dass verschiedene Glauben ihre Berechtigung haben, stuft Dagmar Jauerig als «besonders wertvoll» ein.

www.haustao.ch

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