Ein Blick auf die vergangenen Regierungszeiten

Arthur Eugster, der das hohe Amt mitten im Ersten Weltkrieg ausübte, ist bisher der einzige Ausserrhoder unter den 195 Nationalratspräsidenten der Geschichte des schweizerischen Bundesstaates. Einzig Obwalden und dem jungen Kanton Jura fiel diese Ehre überhaupt noch nie zu, Nachbar St.

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Arthur Eugster, der das hohe Amt mitten im Ersten Weltkrieg ausübte, ist bisher der einzige Ausserrhoder unter den 195 Nationalratspräsidenten der Geschichte des schweizerischen Bundesstaates. Einzig Obwalden und dem jungen Kanton Jura fiel diese Ehre überhaupt noch nie zu, Nachbar St. Gallen dagegen bereits zwölfmal. Auch Appenzell Innerrhoden stellte mit dem späteren Bundesrat Arnold Koller 1984/85 einmal das Präsidium der grossen Kammer.

Besser sieht es für die beiden Appenzell logischerweise im kleineren Ständerat aus. 1896 machte Johann Jakob Hohl den Anfang. Der spätere Bundesrat Johannes Baumann präsidierte diesen Rat 1920/21 und Walter Ackermann 1946/47. Dann allerdings dauerte es 50 Jahre bis der Kanton mit Otto Schoch 1995/96 wieder zum Zuge kam und zuletzt war es Hans Altherr 2011/12, der auf dem Präsidentenstuhl Platz nahm. Innerrhoden stellte erst zweimal den Ständeratspräsidenten: 1954/55 mit Armin Locher und 1999/2000 mit Carlo Schmid. Zu Bundesratsehren kamen bisher die beiden Ausserrhoder Johannes Baumann (1934–1940) und Hans-Rudolf Merz (2004–2010) sowie die Innerrhoder Arnold Koller (1987–1999) und Ruth Metzler (1999–2003). (hps)