Ein Appenzeller…

Ein Appenzeller namens Welter las jüngst, die Menschheit werde älter, es drohe bei der AHV demnächst ein Finanzierungsstau, weshalb die Bundesratsparteien vereint am Überlegen seien, wie weit sich, um das Loch zu schliessen, die Steuern noch erhöhen liessen.

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Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Ein Appenzeller namens Welter

las jüngst, die Menschheit werde älter,

es drohe bei der AHV

demnächst ein Finanzierungsstau,

weshalb die Bundesratsparteien

vereint am Überlegen seien,

wie weit sich, um das Loch zu schliessen,

die Steuern noch erhöhen liessen.

Doch Welter war ein heller Kopf,

der alte Griff zum Steuertopf

schien ihm nicht originell zu sein.

Rasch fiel ihm eine Lösung ein.

Jüngst kaufte doch der Staat St. Gallen

ein gutes Dutzend Radarfallen,

um Autofahrer abzuzocken

und die Erträge aufzustocken.

Erwürbe man davon noch mehr,

beschränkte darauf den Verkehr

im ganzen Lande auf nur dreissig

und büsste weiterhin so fleissig,

dann wär die Kasse aus dem Schneider.

Mit diesem Vorschlag stiess er leider

am Stammtisch auf kein offnes Ohr.

Ein Spinner sei er und ein Tor,

so hiess es, was ja richtig ist,

doch wenn man seinen Vorschlag misst

am Massstab der Finanzverwaltung,

so ist am Ende Walters Haltung,

und dies erscheint dem Autor wichtig,

folgerichtig.

Eugen Auer

Eine Auswahl der Glossen von Eugen Auer ist

in Buchform erschienen. «Ein Appenzeller namens…»,

Band 1 bis Band 3 sowie eine CD, sind im Buchhandel

oder unter www.appenzellerverlag.ch erhältlich.

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