Ein Alpaka für den guten Schlaf

Am Samstag und Sonntag feiern Nyree und Markus Bischofberger vom Hof «Alpaka Appenzell» in Schönengrund die Eröffnung ihres Hofladens. Neben Fellprodukten werden auch Fleisch und Bettwaren aus Alpakawolle angeboten.

Stephanie Sonderegger
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Präsentieren ihre Zuchttiere auch auf Schauen: Nyree und Markus Bischofberger mit ihrem kürzlich ausgezeichneten Huacaya-Hengst Appenzell Miguel im neugebauten Hofladen. (Bild: sso)

Präsentieren ihre Zuchttiere auch auf Schauen: Nyree und Markus Bischofberger mit ihrem kürzlich ausgezeichneten Huacaya-Hengst Appenzell Miguel im neugebauten Hofladen. (Bild: sso)

SCHÖNENGRUND. Alpakas sind keine Lamas, sie sind ihnen aber sehr ähnlich. «Sie sind um einiges kleiner und somit auch besser handhabbar», sagt Nyree Bischofberger vom Alpaka Appenzell Hof. Zusammen mit ihrem Mann Markus Bischofberger züchtet die gebürtige Australierin seit elf Jahren Alpakas. Am Samstag und Sonntag eröffnen sie ihren Alparama Alpaka Hofladen.

Mit 23 Tieren angefangen

Markus Bischofberger ist auf dem idyllisch gelegenen Hof in Schönengrund aufgewachsen. Er ist gelernter Landwirt und führt den Betrieb zusammen mit seinem Vater. «Wir haben rund 23 Kühe, 80 Muttersauen und ein paar hundert Mastsauen», sagt er. Seit einigen Jahren beherbergt die Familie nun auch Alpakas. «Wir waren die ersten mit einer grösseren Zucht im Appenzellerland», sagt der 35jährige Familienvater. 23 Tiere hätten sie damals gekauft. Inzwischen zählt die Familie rund 60 Exemplare, darunter drei Viertel Stuten und ein Viertel Hengste. «Diese leben getrennt von den Weibchen in einer Herde», erklärt Markus Bischofberger die Haltung der Tiere.

Rund 30 Jungtiere bringen die Stuten jährlich zur Welt. Die jungen Alpakas werden entweder verkauft oder für die Zucht eingesetzt. Tiere, die nicht dazu geeignet sind, werden geschlachtet. «Für die Fleischprodukte arbeiten wir mit der Dorfmetzgerei Ochsen zusammen. Die Endprodukte gibt es dann bei uns zu kaufen», sagt der Züchter.

Atmungsaktive Bettdecken

Neben Fleischwaren will die Familie vorwiegend exklusive Bettwaren, Felle und Bekleidung an die Kundschaft bringen. «Bisher waren wir mit unseren Produkten meist auf Märkten unterwegs», so die 37jährige Nyree Bischofberger. Da aber sowieso ein Anbau an das bereits bestehende Bauernhaus geplant war, habe man den unteren Raum für einen Laden nutzen wollen. «Nun können wir diesen am Samstag und Sonntag eröffnen», sagt sie. Besonders stolz sind Nyree und Markus Bischofberger auf ihre Bettwaren, die aus reiner Alpaka-Wolle und ausschliesslich in der Schweiz hergestellt werden. Der Landwirt erklärt: «Dadurch, dass sich das Fell der Tiere an unterschiedliche Temperaturen in ihrer Heimat Südamerika anpassen muss, ist es atmungsaktiv und dennoch wärmend». Er fügt an: «Einmal ihm Jahr werden die Tiere geschoren. Dazu kommen zahlreiche Alpaka-Halter zu uns auf den Hof.» Die Wolle werde danach gereinigt und zu den jeweiligen Produkten weiterverarbeitet, die anschliessend über den digitalen Weg oder neu über den Hofladen zum Endkunden finden. «Momentan haben wir sehr viele Bestellungen.» Neben den Bettwaren und Fellen verkauft die Familie unter anderem Mützen, Socken und Pullover in ihrem Ladengeschäft. «Die Bekleidungsprodukte werden allesamt aus der Wolle der Alpakas in Peru innerhalb eines Fairtrade-Projekts hergestellt», sagt Nyree Bischofberger. Die Züchterin freut sich auf die Eröffnung ihres Ladens – auch wenn dieser viel Arbeit nach sich zieht. «Produkte rund um Alpakas sind gefragt», ist sich Familie Bischofberger sicher.

Eröffnung des Alparama Alpaka Hofladens am Samstag und Sonntag, 14. und 15. November, von 10 bis 18 Uhr im Hinterarnig 250 in Schönengrund.

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