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Ein Abend im Zeichen des Sports

Die Gemeinde Speicher zeichnet an der zweiten Austragung des «Abends des Sports» elf Sportlerinnen und Sportler aus. Sie alle verbindet nicht nur der Wohnort, sondern auch der Wille, Höchstleistungen zu erbringen.
Marcel Jud
Christoph Heiniger

Christoph Heiniger

SPEICHER. Der «Abend des Sports» wurde gestern durch die beiden erfolgreichen Ausserrhoder Bobfahrer Beat Hefti und Alex Baumann eröffnet. Auf unterhaltsame Weise gaben sie einen vertieften Einblick in den Bobsport und das Leben als Spitzensportler. «Dank dieser berühmten Gäste ist es uns möglich, ein breiteres Publikum für diesen Anlass anzusprechen», sagte Gemeinderat Fredy Zünd, Vorsitzender der Sportkommission von Speicher.

Speicher Sportdynastien

Die eigentlichen Stars des Abends waren aber die Speicher Sportlerinnen und Sportler, welche für ihre Leistungen ausgezeichnet wurden. Zu ihnen zählte die OL-Familie Hellmüller. Isabelle Hellmüller trainiert Nachwuchs-Orientierungsläufer an der Sportschule Appenzellerland und ihr Mann Jürg Hellmüller präsidiert den Zentralvorstand von Swiss Orienteering. Beide konnten bereits mehrere regionale wie nationale Erfolge verbuchen. Und ihr 20jähriger Sohn Sven Hellmüller belegte dieses Jahr den ersten Rang bei der Nacht-OL- sowie der Sprint-Schweizer-Meisterschaft. Zudem wurde er diesen Sommer Dritter bei der U20-Juniorenweltmeisterschaft in Norwegen.

Wie die Hellmüllers haben sich Claude, Thomas und Christoph Heiniger gemeinsam einer Sportart verschrieben. Sie wurden gestern für ihre Leistungen im Badminton ausgezeichnet. Claude Heiniger gewann mit seinem Bruder in den 1970er- und 80er-Jahren achtmal die Schweizer Meisterschaften im Doppel. Seine Söhne eifern ihm nach: Der 28jährige Christoph Heiniger wurde Anfang Jahr Schweizer Meister im Einzel; sein 25jähriger Bruder Thomas holte sich den Titel letztes Jahr im Doppel. Aufgrund eines J & S-Kurses konnten die beiden ihre Anerkennungsurkunde gestern nicht persönlich entgegennehmen. Deshalb trat Claude Heiniger alleine auf die Buchensaal-Bühne. Dort fungierte der Primarlehrer zugleich als Laudator. Er durfte seiner Schülerin Norina Imhoof die Urkunde für ihre Erfolge als Geräteturnerin überreichen.

Ehrgeiz zahlt sich aus

Die 11jährige Norina Imhoof turnt in der dritthöchsten Geräteturn-Kategorie K5. Sie belegte mehrmals die ersten beiden Ränge bei regionalen Meisterschaften und erreichte kürzlich den Final der Schweizer Meisterschaften. Nächstes Jahr will Norina Imhoof erneut teilnehmen und gibt dafür alles: «Ich trainiere viermal die Woche in der Geräteriege Rehetobel.» Ebenso ehrgeizig wie die jüngste Gewinnerin des Abends ist die 15jährige Maartje van Beurden, welche zusammen mit ihrer Schwester Wiebke für ihre Leichtathletik-Erfolge geehrt wurde. Maartje van Beurden hat sich hohe Ziele gesetzt und möchte nächstes Jahr als Siebenkämpferin weiter durchstarten. Für ihren sportlichen Erfolg trainiert die Sportschülerin fünfmal die Woche. Für die 17jährige Wiebke van Beurden stehen derweil nebst dem Sport andere Dinge im Vordergrund, wie das Saxophonspielen und die anstehende Matura; in ihrer Abschlussarbeit hat sie sich mit dem 400-Meter-Hürdenlauf beschäftigt. Während die van Beurden-Schwestern seit zehn respektive neun Jahren dem TV Teufen die Treue halten, zog es den 16jährigen Jasper van der Werff früh von zu Hause weg. Ab der zweiten Sekundarschulklasse besuchte er die ehemalige CS Football Academy in Emmen. Inzwischen wohnt er wieder in Speicher und ist «froh wieder zu Hause zu sein».

Breiten- und Randsportarten

Als Spieler der gemeinsamen U18-Nachwuchsmannschaft des FC St. Gallen und des FC Wil besucht Jasper van der Werff nun die United School of Sports in St. Gallen. Zudem gehört er dem Kader der U17-Nationalmannschaft an und absolvierte als U16-Spieler zwei Länderspiele. Wie die anderen Jungtalente hat van der Werff grosse Ziele: Er möchte dereinst in der 1. Mannschaft des FC St. Gallen spielen und träumt von einem Engagement in der Bundesliga. Im Gegensatz zu van der Werff ist Liun Cavelti in einer Sportart unterwegs, die eine weniger grosse Breitenwirkung entfaltet – Judo. Der 18-Jährige trainiert sechs- bis achtmal die Woche und reist für Sportlager nach Deutschland oder Georgien. Kürzlich hat er sich für die U21-Schweizer Meisterschaften qualifiziert. Liun Cavelti und die anderen Geehrten zeigen, wie es dem «Abend des Sports» gelingt, eine Brücke zwischen Breiten- und Randsportarten zu schlagen und junge Menschen zu würdigen, die für ihre Leidenschaft alles geben und dabei Spitzenleistungen erbringen.

Norina Imhoof

Norina Imhoof

Liun Cavelti (Bilder: pd)

Liun Cavelti (Bilder: pd)

Jasper van der Werff

Jasper van der Werff

Die ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler mit den Ehrengästen Alex Baumann und Beat Hefti (4. u. 5. v. r.) und Moderator Peter Roth (1. v. r). (Bild: maj)

Die ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler mit den Ehrengästen Alex Baumann und Beat Hefti (4. u. 5. v. r.) und Moderator Peter Roth (1. v. r). (Bild: maj)

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