Eigener Marsch als Zugabe

Die Musikgesellschaft Mogelsberg spielte unter dem Motto «ausgeplaudert» an ihrer Unterhaltung ein Programm mit vielen Höhepunkten und einer Überraschung am Schluss. Damit lockten sie viele Musikbegeisterte an.

Andrea Perks
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Beim Stück «Biergarten» an der Unterhaltung der Musikgesellschaft Mogelsberg vom Wochenende durften auch die passenden Hüte nicht fehlen. (Bild: Andrea Perks)

Beim Stück «Biergarten» an der Unterhaltung der Musikgesellschaft Mogelsberg vom Wochenende durften auch die passenden Hüte nicht fehlen. (Bild: Andrea Perks)

Mogelsberg. Am Samstagabend war die Unterhaltung schon gut besucht und trotz der sommerlichen Temperaturen fanden am Sonntagnachmittag rund fünfzig Zuhörerinnen und Zuhörer den Weg zur Mehrzweckhalle Mogelsberg, um dem Konzert der 38köpfigen Musikgesellschaft zuzuhören. Pünktlich startete das fast zweistündige Programm mit dem passenden Stück «Sonnenschein».

Erstes Konzert der Brass Band

Danach begrüsste Dirigent Peter Stricker die Gäste und betonte, dies sei ihr erstes Konzert und ein grosser Schritt als neu formatierte Brass Band. Die beiden Ansager Ueli Frei, ein ehemaliges Mitglied, und Röbi Knaus der Fähnrich führten als «Vater und Sohn» durch das Programm.

«Du Vater ist es wahr..?» begannen dann auch immer die wahren Anekdoten, die sie während den Stücken zum besten gaben. So erfuhren die Zuschauer auf witzige Weise, dass ein Bassist seinen Bass mitbrachte, als eigentlich der Musikpass gezeigt werden sollte. Oder dass ein Präsident als einziger mit falscher Krawatte zum Konzert kam. Mit den teils lange zurückliegenden Geschichten leiteten sie geschickt zum Titel des nächsten Stückes. Ein Höhepunkt der Vorstellung war sicher die Komposition des jungen Schweizer Komponisten Mario Bürki.

«Pompeji» ist ein über zehn Minuten langes, anspruchsvolles Stück für Musiker und Zuhörer das diverse Szenen aus dem gleichnamigen Roman veranschaulicht.

Musikalische Vulkandämpfe

Am Anfang wird die Überfahrt Attilus musikalisch beschrieben, danach die Lebendigkeit der Stadt, die giftigen Vulkandämpfe, der drohende Ausbruch, am Schluss die Erdbeben. «Dieses Stück ist unser Selbstwahlstück am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen, an dem wir im Juni teilnehmen werden», teilt der Präsident Balz Rohrer mit. «Ausserdem mussten wir zwei verschiedene Märsche einreichen von denen einer ausgewählt wird. Ein 10-Wochenstück, das heisst ein vorgeschriebenes Stück dessen Noten erst zehn Wochen vor dem Musikfest zugeschickt werden, spielen wir ebenfalls vor», erklärte er. Auch lustige Stücke standen auf dem Programm. In «Wien bleibt Wien» alberten die Musiker auf der Bühne herum und buhlten um die beste Darbietung.

Intensive Proben

Die Wochen bis zum Eidgenössischen Musikfest werden für die Musiker anstrengend werden. Der normalen, wöchentlichen Probe wird noch eine zweite hinzugefügt, damit alles sitzt an diesem wichtigen Auftritt. Doch die Mitglieder nehmen diese Strapaze gerne in Kauf, da sie alle mit Leib und Seele Musik machen. Das konnte man während des Konzertes hören und fühlen.

Eigener Marsch

Einer der beiden Märsche die eingereicht wurden, stammt aus der Feder des Dirigenten Peter Stricker. Als Überraschung spielten sie den frischen «ready, steady-Marsch».

Bleibt zu hoffen, dass dieser ausgewählt wird, denn das wäre ein gutes Omen für die Herausforderung im kommenden Juni.